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Zugang zum Recht in der Fläche

von Marko Schumann | 09.09.2022

Anwaltskammern in der Fläche – Analyse und Zukunft

Bereits im Juni dieses Jahres berichteten wir über die von der BRAK herausgegebene Mitgliederstatistik 2022. Dort war bereits erkennbar, dass die Zahlen der Berufsträger bundesweit stagnieren und sich die Mitgliederzahlen im Vergleich der Bundesländer untereinander mit Ausnahme des Saarlands in einem enormen West-Ost-Gefälle befinden.

In den dortigen Kammern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden die Zahlen bereits seit Längerem genau beobachtet. So richtete man im Sommer 2021 eine länderübergreifende Arbeitsgruppe ein, die sich mit der Entwicklung der Anwaltszahlen abseits der Städte beschäftigt.

Der Frage nach der möglichen Ursache versuchte die BRAK nun im Frühjahr 2022 mittels einer Onlineumfrage bei etwa 2000 Rechtsanwälten und -anwältinnen in den neuen Bundesländern nachzugehen, deren Auswertung in den BRAK-Mitteilungen 4/2022 veröffentlicht wurde. Ausgehend von der ländlich geprägten Struktur und den dadurch resultierenden demografischen Herausforderungen beleuchtet der Artikel die aktuellen Bedingungen und deren Folgen für die Anwaltschaft in der Fläche und stellt mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der dortigen Situation vor.

Eine der Maßnahmen beispielsweise bestehe darin, gerichtliche Verhandlungen gemäß § 128a ZPO per Videogerichtsverhandlung zu fördern, da sich gerade in der Fläche Anwälte, Mandanten und Gerichte nicht in unmittelbarer Nähe befinden. RA-MICRO unterstützt diesen Gedanken seit Jahren mit der sicheren, datenschutzkonformen Konferenzlösung vOffice und hilft bei der Umsetzung teilnehmenden Kanzleien, Gerichten sowie Justizbehörden.