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Legal Tech – Was auch kleinen Kanzleien großen Nutzen bringt

von RA Dr. Stefan Rinke | 07.09.2022

Im aktuellen BRAK-Magazin beschäftigt sich Pia Lorenz mit der Frage nach dem praktischen Nutzen von Legal-Tech-Lösungen

Jeder kennt vermutlich die Redewendung: „Ist das Kunst oder kann das weg?“. In Anlehnung dessen stellt nun Pia Lorenz im aktuellen BRAK-Magazin 4/2022 die Frage „Bringt das Geschäft oder kann das weg?“.

Die Bezüge zwischen Recht und Kunst sind ein weites Feld, in Bezug auf die Mundart fällt der Zusammenhang aber eher selten. Soweit die Redewendung mit Bezug zum künstlerischen Tagewerk nach der Daseinsberechtigung fragt, steht in Bezug auf Legal Tech aber die durchaus berechtigte Frage, ob dies ein Business Modell sein kann oder doch nur Theorie. Pia Lorenz hat dazu mit zahlreichen Experten aus dem Bereich gesprochen und den Autor selbst interviewt, der sich dazu klar positioniert:

„Es geht darum, mit digitalen Prozessen Workflows zu definieren. Das können auch kleine Kanzleien. Und das ganz ohne abgehobene KI-Anwendungen.“zitiert aus BRAK MAGAZIN 04/2022, S. 9

Dahinter steht die feste Überzeugung, dass Legal-Tech-Lösungen für jede Kanzlei zugänglich und praktikabel sind. Praxisbewährte Beispiele sind der vollintegrative RA-MICRO E-Workflow oder die RA-MICRO Online-Mandatsaufnahme mit automatischer Weiterverarbeitung der Daten. Auch das Arbeiten in der Cloud und in einem virtuellen Büro ist Dank der RA-MICRO-Cloud-Lösungen und vOffice keine bloße Theorie mehr, sondern kann das Gesamtpaket für eine Legal-Tech-Kanzlei bilden.

Die Autorin des Beitrags fasst das so zusammen:

„[…] während große Wirtschaftskanzleien Legal-Tech-Tools mit zunehmender Selbstverständlichkeit einsetzen, hat man im Gespräch mit Anwältinnen und Anwälten in kleinen Kanzleien weiterhin oft das Gefühl, Legal Tech sei für sie eher Buzzword, das mit ihrer Realität nichts zu tun hat.
In Teilen ist das auch vollkommen richtig. In 
bestimmten Bereichen aber bieten Legal-Tech-Anwendungen gerade kleinen Kanzleien große Möglichkeiten, mehr Mandantinnen und Mandanten zu erreichen, mehr Geschäft zu generieren und dieses mit wesentlich weniger Aufwand bei verringertem Haftungsrisiko zu bearbeiten. Dabei braucht es keineswegs buzzwordige High-End-Anwendungen, smart contracts oder gar die vielzitierte Künstliche Intelligenz.“zitiert aus BRAK MAGAZIN 04/2022, S. 8

Übrigens geht die Redewendung der Mundart „Ist das Kunst oder kann das weg?“ auf die unabsichtliche Zerstörung zweier Kunstwerke des Künstlers Joseph Beuys zurück. Weniger provokant formuliert bedeutet es wohl auch, dass alles im Auge des Betrachters liegt. Wenn dieser Gedanke im Anschluss an den Beitrag von Frau Lorenz wiederum auf Legal Tech übertragen wird, heißt es für den Kanzleialltag: Legal Tech bringt das, was jeder daraus macht.