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Umstellung der beA-Karten auf eine neue Generation

von RAin Andrea Brandenburg | 27.04.2022

Aufgrund neuer sicherheitstechnischer Standards werden alle beA-Karten ab dem 01.05.2022 bis Ende des Jahres ausgetauscht.

Auf den bevorstehenden Technologiewechsel bei der Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer hatte die BRAK bereits in einem Sondernewsletter vom 18. Februar 2022 hingewiesen. Konkret geht es um eine „neue Generation“ von beA-Karten, die bereits jetzt schon im Rahmen von Neubestellungen von der Zertifizierungsstelle ausgegeben werden.

Die Umstellung erfolgt stufenweise in Abhängigkeit vom erworbenen Karten-Typ (beA-Karte Basis, beA-Karte Signatur, beA-Karte Mitarbeiter) und der Gültigkeit der sich darauf befindlichen Zertifikate. Der Austausch beginnt ab dem 1. Mai und muss bis Ende 2022 erfolgen, da das Betriebssystem der noch aktuellen Chipkarten die sicherheitstechnische Zulassung verliert. Ferner läuft beim Großteil der Rechtsanwälte in diesem Jahr die Gültigkeit der Zertifikate ab. Mit dem Tausch erhalten alle Rechtsanwälte rechtzeitig ein neues gültiges Zertifikat.

Neu ist ein von der Zertifizierungsstelle eingeführtes und von der TÜV Informationstechnik GmbH zertifiziertes Fernsignaturverfahren zum Anbringen einer qualifizierten elektronischen Signatur (qeS). Die qeS wird damit im Auftrag des Unterzeichners aus der Ferne erzeugt, wobei das Zertifikat sich dann nicht mehr auf der beA-Karte, sondern in der hochsicheren Umgebung der Zertifizierungsstelle befindet. Das zu signierende Dokument hingegen verlässt den Anwender-PC nicht. Weitere Informationen zu allen neuen Produkten inkl. der Fernsignatur erhalten Sie hier.

Wichtiger Hinweis: Wenn sich die Kontaktdaten des Kunden – insbesondere die E-Mail-Adresse – seit der letzten Bestellung eines beA-Produktes geändert haben, sollte dieses eiligst an bea@bnotk.de unter Verwendung des Betreffs „E-Mail Aktualisierung“ mitgeteilt werden. Die aktuelle E-Mail-Adresse ist wichtig, um den Bestätigungslink für den Erhalt der neuen beA-Karte zu bekommen. Ansonsten werden alle Kunden von der Zertifizierungsstelle über den Beginn und den genauen Ablauf des Kartentauschs sowie der Zertifikatserneuerung und der Nutzung des Fernsignaturverfahrens gesondert informiert und müssen daher nicht selbst aktiv werden.