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Virtuelle Informationsveranstaltungen zu Video-Gerichtsverhandlungen

von RAin Victoria Hippler | 16.03.2021

Das Landgericht München I lädt zum Austausch und Praxistest von Video-Gerichtsverhandlungen nach § 128a ZPO ein.

Aktuell bietet das Landgericht München I für interessierte Anwältinnen und Anwälte kostenlose virtuelle Informationsveranstaltungen zu der beim Landgericht München I vorhandenen Videokonferenztechnik an. „Ziel der Veranstaltungen ist es, über die vorhandene Technik und deren Einsatz zu informieren und gleichzeitig außerhalb einer Verhandlungssituation einen stressfreien Test der Zuschaltung auf die Videokonferenzanlage zu ermöglichen.“

Videokonferenzen sind spätestens seit Corona aus der täglichen Arbeit nicht wegzudenken. Dennoch sind sie in der Justiz noch nicht weit verbreitet. Dabei bietet der § 128a ZPO die Möglichkeit, Gerichtsverhandlungen per Videokonferenztechnik durchzuführen. Vor allem in Zeiten der Pandemie sollte die Handlungsfähigkeit der Gerichte ausgebaut werden. Das würde helfen, langwierige Prozesse zum Finden oder Verschieben von Terminen zu umgehen und direkt per Videokonferenz zu verhandeln. Darüber hinaus können zeitaufwändige Anreisen vermieden und Reisekosten eingespart werden.

Gerade wenn keine umfangreichen Zeugenvernehmungen erforderlich sind, es lediglich um Rechtsfragen oder gleichgelagerte bzw. wiederkehrende Sachverhalte geht (z. B. Widerruf von Verbraucherdarlehensverträgen oder Kapitalanlagesachen), erweist sich die Videoverhandlung als gute Alternative.