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Kennziffer und EDA-ID vor anderen Mahngerichten nutzen

von RA und Syndikusrechtsanwalt Jan Lehniger | 21.12.2021

Eine einmal von einem Mahngericht erteilte Kennziffer und EDA-ID lässt sich bundesweit nutzen. Wir sagen, wie es geht und wo Vorsicht geboten ist.

Zum 1. Januar 2022 startet bekanntlich die aktive Nutzungspflicht des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA). Dies betrifft nicht nur die vorbereitenden Schriftsätze in Gerichtsverfahren, sondern in gleichem Maße das Mahnverfahren. Anträge auf Erlass von Mahn- und Vollstreckungsbescheiden sowie Wider- und Einsprüche sind per beA zu übermitteln. Regelmäßig ist hierfür das Vorhandensein einer Kennziffer und einer EDA-ID erforderlich. Diese lassen sich einfach bei dem örtlichen Mahngericht beantragen, in aller Regel muss dafür ein Formular genutzt werden, das auf der Internetseite des Gerichts erhältlich ist und per beA eingereicht werden kann.

Grundsätzlich ist es möglich, bei jedem Mahngericht in Deutschland eine eigene Kennziffer und EDA-ID zu beantragen. Wer bereits über eine Kennziffer und EDA-ID eines Mahngerichts verfügt, kann diese vor fast jedem anderen Mahngericht einsetzen. Alle Mahngerichte erhalten einmal wöchentlich einen Datenabgleich mit den übrigen Mahngerichten. Damit sind die einmal von einem Mahngericht erteilte Kennziffer und EDA-ID bei allen Mahngerichten bekannt und nutzbar. Die einzige Ausnahme bildet derzeit das Amtsgericht Uelzen. Hier muss für die Beantragung von Mahnbescheiden eine Kennziffer und EDA-ID dieses Gerichts beantragt werden. Soll nur Wider- oder Einspruch eingelegt werden, ist auch dies nicht nötig.