Kontakt / Chat

Kontakt / Chat

Haben Sie Fragen zu RA-MICRO? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:

RA-MICRO Vorstand RA Josef Heinz

Mit der RA-MICRO vCloud haben Sie bereits vor einem Jahr eine Lösung für Herausforderungen auf den Markt gebracht, die manchem Juristen damals noch gar nicht bewusst waren. Wie haben Sie das gemacht?

Indem RA Dr. Peter Becker, Gründer der RA-MICRO Software AG und bis heute der Softwarearchitekt, ein weiteres Mal weit voraus gedacht und geplant hat. Seine Devise lautete schon immer „Vom Anwalt für den Anwalt“. Seine Vision von der Zukunft der Anwalts-EDV in der Cloud hat er frühzeitig in seinem vielbeachteten Artikel „Die Zukunft der Kanzlei-EDV liegt in der Cloud dargelegt.

Welche Bedeutung hat vCloud für Rechtsanwälte?

vCloud bedeutet für die Rechtsanwälte, frei von Belastungen durch EDV-Technik einfach nur Anwalt sein zu können. vCloud ist ein wichtiger Baustein im technologischen Wandel zur Digitalen Anwaltskanzlei, in der alle Arbeitsvorgänge digital ausgeführt und gesteuert werden. Die Datenhaltung im Rechenzentrum ist die Methode der Wahl für die Digitale Anwaltskanzlei, wegen der sehr hohen und in der Kanzlei in aller Regel fachlich und wirtschaftlich nicht realisierbaren Anforderungen an Sicherheit und Technik. Das spezifisch für die typischen Verhältnisse der deutschen Anwaltskanzleien entwickelte Konzept ermöglicht die Befreiung der Kanzlei von immer aufwändiger und komplexer werdenden EDV-Installationen, sodass vornehmlich nur die für die Benutzung durch Endanwender konzipierten einfachen Endgeräte dort verbleiben. Die technologische Vereinfachung durch vCloud kann sogar soweit gehen, dass ein vollständig PC-loses Büro gegeben ist, das nur mit Smartphones und Tablets arbeitet. 

Wie lange hat die Entwicklung von vCloud gedauert?

Wir haben in vCloud mehr als zwei Jahre Forschung und Entwicklung mit hohen personellen und sachlichen Ressourcen investiert.

Welche Bedeutung hat ein vCloud-Tag, wie ihn Ihr Vor-Ort-Partner in Köln organisiert hat?

Er bietet allen Anwälten eine sehr gute Möglichkeit, sich über moderne Kanzlei-EDV umfassend zu informieren und sich mit anderen Kanzleien auszutauschen. RA-MICRO gewinnt Rückmeldungen, Fragen und Anregungen. Ein solcher Erfahrungsaustausch mit den Kunden war in den vergangenen Jahrzehnten ein wesentlicher Grund für den Erfolg von RA-MICRO von der Einmann-Kanzlei zum deutschen Marktführer. So werden wir auch künftig stets am Puls der Zeit sein zugunsten unserer Kunden.

  • Die Zukunft der deutschen Kanzlei-EDV liegt in der Cloud
    von RA Dr. Peter Becker, Berlin

    Die künftige digitale Anwaltskanzlei erfordert einen neuen Typ von Kanzlei-EDV. Die heute typische PC-Netzwerk-Kanzlei-EDV ist ausgelegt als additives Werkzeug zur Papier-Organisation. Soll die Elektronik anstelle des Papiers die zentrale, alleinige Grundlage der anwaltlichen Kanzlei-Existenz sein, sind weitergehende Überlegungen zur elektronischen Kanzleiorganisation anzustellen.

    Bei der digitalen Kanzlei fällt der existentiell entscheidende Vorteil der Papierakte weg: Die jederzeitige Verfügbarkeit. Auch wenn wir in der Praxis oft und ausgiebig, zuweilen ergebnislos, eine Akte suchen, ist doch der Aktenbestand als Gesamtheit eine beruhigende Existenzgrundlage, dem, – außer dem seltenen Fall von Naturkatastrophen oder Feuer (unabwendbar, daher Wiedereinsetzung) – , nichts etwas anhaben kann. Bei digitaler Kanzlei-EDV können wir dagegen nie sicher sein, ob der Aktenbestand noch da bzw. nutzbar ist. Eine Vielzahl keineswegs unwahrscheinlicher denkbarer Ereignisse, z. B. einer der zunehmenden Verschlüsselungsangriffe, kann den gesamten Datenbestand unbrauchbar gemacht haben. Und wenn die Sicherungsmedien während des Angriffes verbunden sind, die Sicherungen ebenfalls. Der Schockzustand und die Folgen von „alle (oder ein nicht genau bekannter Teil der) Kanzlei-Akten sind auf einen Schlag einfach weg“ können sich alle Leser sehr gut vorstellen. Und selbst wenn Datensicherungen da sind: Fast nie sind diese in Notfall-Übungen erprobt, nicht selten schlagen in der Praxis Datenrücksicherungen ganz oder – fast genauso schlimm – teilweise fehl.

    Einer Veröffentlichung von Microsoft zum Thema Sicherheit ist zu entnehmen, dass sich die Qualität der Angreifer im Internet, überwiegend aus China, Russland und USA, weg vom einzelnen Hobby-Hacker hin zu hochprofessionell organisierten Strukturen entwickelt hat.

    Die Verfügbarkeit der Kanzlei-EDV, die Ausfallsicherheit, hat in Zukunft wesentlich größere Bedeutung als heute.

    Die existentielle Abhängigkeit von der immer komplexer werdend Kanzlei-EDV, verbunden mit einem fortlaufend ansteigenden elektronischen Fehler-/Angriffs-/Ausspähungs-/Erpressungs-/Sabotagepotential führt zwangsläufig zur Überlegung, dass für die digitale Kanzlei im Zeitalter von ERV und beA die Auslagerung der Kanzlei-EDV in ein Rechenzentrum (RZ) geboten ist. In anderen europäischen Ländern – z. B. Skandinavien – ist diese Entwicklung wesentlich weiter. In ein bis zwei Jahrzehnten wird auch in Deutschland die Kanzlei-EDV in der Cloud, d.h. im Rechenzentrum üblich sein.

    Wie sicher sind meine Daten im Rechenzentrum? Die Antwort ist einfach: jedenfalls sicherer als in der Kanzlei! Keine Kanzlei kann den Aufwand eines großen RZ hinsichtlich rund um die Uhr zu gewährleistender Ausfallsicherheit, 2-facher und oft 3-facher Redundanz der Systeme, höchster technischer Qualität der Komponenten, elektronischer und realer Zugangssicherungen, einer permanent wachenden und aktiven Gefahrenabwehr gegen Cyber-Angriffe und Schadsoftware betreiben.

    Die Methode der Wahl ist die virtualisierte Kanzlei-EDV in der Cloud, die isoliert von der Hardware und Administration des RZ ausgeführt wird. Cloud-Computing bezeichnet die Nutzung durch Dritte zur Verfügung gestellte EDV-Ressourcen über das Internet. Unterschieden werden Public Cloud und Private Cloud. Public Cloud teilt sich die Hardware-Ressourcen im RZ mit anderen Nutzern, Private Cloud nutzt exklusiv dem RZ-Kunden Konto zugewiesene Hardware-Ressourcen. Public Cloud ist erheblich einfacher und preisgünstiger als Private Cloud. Public Cloud ist für die kleinere Kanzlei mit 1-2 Berufsträgern empfehlenswert. Ein Arbeitsplatz-PC übernimmt zusätzlich die zentrale Datenhaltung. Darüber hinaus oder bei erhöhten Sicherheitsanforderungen ist die Private Cloud Lösung empfehlenswert, bei der die Datenhaltung in einer gesonderten „vServer“ virtuellen Maschine, optional auch mit SQL Datenbank, ausgeführt wird.

    Die Kosten der Kanzlei-EDV in der Cloud liegen in der langfristen Betrachtung „über Alles“ betrachtet jedenfalls in der Größenordnung einer hochwertigen lokalen EDV-Anlage. Einzubeziehen sind die Stromkosten, Gesamtkosten von Störungen, Ausfallzeiten für Austausch veralteter Geräte, Zeit-Aufwand des Anwalts für die intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema, Kalkulation möglicher Ausfallschäden bis hin zum Regress. Im RZ werden turnusmäßig ohne Störung des laufenden Betriebes die Hardware erneuert, man arbeitet stets auf moderner Hardware. Hardwarekomponenten im RZ sind doppelt (Raid) und teilweise dreifach ausgelegt, um eine fast bei 100% liegende Verfügbarkeit auf Jahre und Jahrzehnte zu gewährleisten.

    Die von RA-MICRO ausgewählten RZ haben einfache Oberflächen des Kundenkontos, die auch dem fachkundigen Laien die administrative Verwaltung der RZ-Leistungen ermöglicht. Alternativ kann die Administration des Systems mitsamt der Betreuung des RZ-Kundenkontos durch einen EDV-Dienstleister erfolgen.