In dieser Reihe stellen wir Ihnen unsere RA-MICRO Vor-Ort-Partner aktuell vor.

Kanzlei. IT. Einfach. Sicher. Diese Mission verfolgt unser RA-MICRO Vor-Ort-Partner Michgehl & Partner GmbH bereits seit 1985. Mittlerweile ist das Unternehmen mit 24 Mitarbeitern an drei Standorten in Nordwalde/Münster, Düsseldorf und München für ca. 2.000 aktive Kunden tätig – fast ausnahmslos Anwaltskanzleien mit RA-MICRO Kanzleisoftware. Diese starke Spezialisierung ermöglicht es Michgehl & Partner, IT-Lösungen perfekt auf RA-MICRO und die Anforderungen in Anwaltskanzleien zuzuschneiden. Schnelle und stabile IT-Infrastrukturen werden nicht nur aufgebaut, sondern laufend analysiert und aktualisiert. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der IT-Sicherheit, um dem Berufsrecht zu entsprechen und Schäden von den Kanzleien abzuwenden. Ergänzt durch Schulungen, Seminare und Kanzleiberatung bietet Michgehl & Partner alles, was eine RA-MICRO Kanzlei zur effektiven Arbeit benötigt.

Mit spezialisierten Entwicklungen ist Michgehl & Partner ein Innovationstreiber der Branche. So betreiben die ersten Anwaltskanzleien ihre IT bereits im Deutschen Anwaltsrechenzentrum. Diese hochverfügbare und bestmöglich abgesicherte Infrastruktur ermöglicht es Kanzleien, zu jeder Zeit und von jedem Ort auf die IT zuzugreifen. Gleichzeitig können sich die Anwältinnen und Anwälte auf ihre Arbeit konzentrieren und haben mit der IT nichts mehr zu tun: www.deutsches-anwaltsrechenzentrum.de. Ein speziell für RA-MICRO entwickeltes RA-MICRO Online-Backup rundet das umfangreiche Angebot an Managed Services für Anwaltskanzleien ab. Auf der Webseite www.michgehl.de kann zudem jede Kanzlei mit ein paar Klicks überprüfen, wie gut sie auf den elektronischen Rechtsverkehr vorbereitet ist.

Ein besonderes Wesensmerkmal der Michgehl & Partner GmbH ist es, weit über den Tellerrand hinaus zu blicken. Bei den eigenen Veranstaltungen, insbesondere dem Michgehl & Partner Anwaltsforum, sind regelmäßig hochkarätige Sprecher wie Prof. Dr. Peter Knief, Prof. Dr. Dirk Heckmann oder Kanzleiberaterin Johanna Busmann zu erleben. Auch die Mitarbeiter beschäftigen sich neben der IT vor allem mit der Zukunft der Anwaltschaft: Digitalisierung und Automatisierung sind hier nur zwei Stichworte, für die Michgehl & Partner Lösungen bereithält und als Berater in Kanzleien tätig ist. Auch betriebswirtschaftliche Kennzahlen in Anwaltskanzleien oder Online-Marketing finden sich als Themen in den über 100 Veranstaltungen, die jährlich angeboten werden: www.veranstaltungen.michgehl.de

Michgehl & Partner ist ein innovativer RA-MICRO Vor-Ort-Partner, der die Anwendungen von RA-MICRO und DictaNet in Anwaltskanzleien mit Erfahrung und Expertise umsetzt und mit eigenen Lösungen und Beratungsangeboten bereichert.

 

  • Die Zukunft der deutschen Kanzlei-EDV liegt in der Cloud
    von RA Dr. Peter Becker, Berlin

    Die künftige digitale Anwaltskanzlei erfordert einen neuen Typ von Kanzlei-EDV. Die heute typische PC-Netzwerk-Kanzlei-EDV ist ausgelegt als additives Werkzeug zur Papier-Organisation. Soll die Elektronik anstelle des Papiers die zentrale, alleinige Grundlage der anwaltlichen Kanzlei-Existenz sein, sind weitergehende Überlegungen zur elektronischen Kanzleiorganisation anzustellen.

    Bei der digitalen Kanzlei fällt der existentiell entscheidende Vorteil der Papierakte weg: Die jederzeitige Verfügbarkeit. Auch wenn wir in der Praxis oft und ausgiebig, zuweilen ergebnislos, eine Akte suchen, ist doch der Aktenbestand als Gesamtheit eine beruhigende Existenzgrundlage, dem, – außer dem seltenen Fall von Naturkatastrophen oder Feuer (unabwendbar, daher Wiedereinsetzung) – , nichts etwas anhaben kann. Bei digitaler Kanzlei-EDV können wir dagegen nie sicher sein, ob der Aktenbestand noch da bzw. nutzbar ist. Eine Vielzahl keineswegs unwahrscheinlicher denkbarer Ereignisse, z. B. einer der zunehmenden Verschlüsselungsangriffe, kann den gesamten Datenbestand unbrauchbar gemacht haben. Und wenn die Sicherungsmedien während des Angriffes verbunden sind, die Sicherungen ebenfalls. Der Schockzustand und die Folgen von „alle (oder ein nicht genau bekannter Teil der) Kanzlei-Akten sind auf einen Schlag einfach weg“ können sich alle Leser sehr gut vorstellen. Und selbst wenn Datensicherungen da sind: Fast nie sind diese in Notfall-Übungen erprobt, nicht selten schlagen in der Praxis Datenrücksicherungen ganz oder – fast genauso schlimm – teilweise fehl.

    Einer Veröffentlichung von Microsoft zum Thema Sicherheit ist zu entnehmen, dass sich die Qualität der Angreifer im Internet, überwiegend aus China, Russland und USA, weg vom einzelnen Hobby-Hacker hin zu hochprofessionell organisierten Strukturen entwickelt hat.

    Die Verfügbarkeit der Kanzlei-EDV, die Ausfallsicherheit, hat in Zukunft wesentlich größere Bedeutung als heute.

    Die existentielle Abhängigkeit von der immer komplexer werdend Kanzlei-EDV, verbunden mit einem fortlaufend ansteigenden elektronischen Fehler-/Angriffs-/Ausspähungs-/Erpressungs-/Sabotagepotential führt zwangsläufig zur Überlegung, dass für die digitale Kanzlei im Zeitalter von ERV und beA die Auslagerung der Kanzlei-EDV in ein Rechenzentrum (RZ) geboten ist. In anderen europäischen Ländern – z. B. Skandinavien – ist diese Entwicklung wesentlich weiter. In ein bis zwei Jahrzehnten wird auch in Deutschland die Kanzlei-EDV in der Cloud, d.h. im Rechenzentrum üblich sein.

    Wie sicher sind meine Daten im Rechenzentrum? Die Antwort ist einfach: jedenfalls sicherer als in der Kanzlei! Keine Kanzlei kann den Aufwand eines großen RZ hinsichtlich rund um die Uhr zu gewährleistender Ausfallsicherheit, 2-facher und oft 3-facher Redundanz der Systeme, höchster technischer Qualität der Komponenten, elektronischer und realer Zugangssicherungen, einer permanent wachenden und aktiven Gefahrenabwehr gegen Cyber-Angriffe und Schadsoftware betreiben.

    Die Methode der Wahl ist die virtualisierte Kanzlei-EDV in der Cloud, die isoliert von der Hardware und Administration des RZ ausgeführt wird. Cloud-Computing bezeichnet die Nutzung durch Dritte zur Verfügung gestellte EDV-Ressourcen über das Internet. Unterschieden werden Public Cloud und Private Cloud. Public Cloud teilt sich die Hardware-Ressourcen im RZ mit anderen Nutzern, Private Cloud nutzt exklusiv dem RZ-Kunden Konto zugewiesene Hardware-Ressourcen. Public Cloud ist erheblich einfacher und preisgünstiger als Private Cloud. Public Cloud ist für die kleinere Kanzlei mit 1-2 Berufsträgern empfehlenswert. Ein Arbeitsplatz-PC übernimmt zusätzlich die zentrale Datenhaltung. Darüber hinaus oder bei erhöhten Sicherheitsanforderungen ist die Private Cloud Lösung empfehlenswert, bei der die Datenhaltung in einer gesonderten „vServer“ virtuellen Maschine, optional auch mit SQL Datenbank, ausgeführt wird.

    Die Kosten der Kanzlei-EDV in der Cloud liegen in der langfristen Betrachtung „über Alles“ betrachtet jedenfalls in der Größenordnung einer hochwertigen lokalen EDV-Anlage. Einzubeziehen sind die Stromkosten, Gesamtkosten von Störungen, Ausfallzeiten für Austausch veralteter Geräte, Zeit-Aufwand des Anwalts für die intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema, Kalkulation möglicher Ausfallschäden bis hin zum Regress. Im RZ werden turnusmäßig ohne Störung des laufenden Betriebes die Hardware erneuert, man arbeitet stets auf moderner Hardware. Hardwarekomponenten im RZ sind doppelt (Raid) und teilweise dreifach ausgelegt, um eine fast bei 100% liegende Verfügbarkeit auf Jahre und Jahrzehnte zu gewährleisten.

    Die von RA-MICRO ausgewählten RZ haben einfache Oberflächen des Kundenkontos, die auch dem fachkundigen Laien die administrative Verwaltung der RZ-Leistungen ermöglicht. Alternativ kann die Administration des Systems mitsamt der Betreuung des RZ-Kundenkontos durch einen EDV-Dienstleister erfolgen.