Am 27. November sprach der Softwareindustrieverband Elektronischer Rechtsverkehr e. V. (SIV ERV) erneut mit Vertretern der BRAK, der Justiz und des DAV. Die regelmäßigen Treffen verfolgen das Ziel, einen Meinungs- und Erfahrungsaustausch zum aktuellen Stand des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA) und zur weiteren Umsetzung des elektronischen Rechtsverkehrs (ERV) in Deutschland zu ermöglichen. Als  Kanzleisoftwarehersteller ist RA-MICRO besonders daran interessiert, seinen Anwendern eine bestmögliche Anbindung an das beA-System über die beA-Schnittstelle der BRAK anbieten zu können.

Themen der Sitzung waren u. a. die weiteren technischen Entwicklungen des beA-Systems im Zuge des Betreiberwechsels, der laut BRAK im 1. HJ 2020 abgeschlossen sein wird, Verbesserungen der internen Prozesse bei unvorhergesehen Störungen und Übermittlungsfehlern aller am ERV Beteiligten sowie die Erweiterung des sicheren Übertragungsweges auf ein sog. „besonderes EGVP-Postfach“, mit dem dann auch weitere Berufsgruppen wie Steuerberater und Ärzte aber auch natürliche und juristische Personen am ERV teilnehmen können. Zudem wurde ein neuer X-Justizdatensatz angekündigt, mit dem es zukünftig möglich sein wird, Nachrichten über die bislang zulässige maximale Größe von 60 MB zu übertragen.

Abschließend wurde auch über die aktuellen Entwicklungen bei der Neuordnung des Berufsrechts für ReNos und ReFas informiert, wonach es zukünftig möglich sein wird, verschiedene Fortbildungen zum Berufsspezialisten für IT bzw. für Fachanwaltschaften zu erlangen.