In dieser Reihe stellen wir Ihnen unsere RA-MICRO Vor-Ort-Partner aktuell vor.

Die moderne Kanzlei, das ist das Ziel von RA-MICRO Bochum – der Anwaltsberatung der think about IT GmbH. Ein Anwaltsbüro, in dem möglichst wenig Papier anfällt, in dem effizient gearbeitet werden kann und in dem sich die Ressourcen optimal nutzen lassen. Erreichbar ist das aber nur, wenn die Organisation einer Kanzlei IT-gestützt ist. Genau hier setzt RA-MICRO Bochum an und berät Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte umfassend und detailliert im Umgang mit der Kanzleisoftware RA‑MICRO.

Das Motto der think about IT GmbH lautet: „Alles aus einer Hand“. Daher kümmert sich unser Vor-Ort-Partner um die Sicherheit der Systeme und, auf Wunsch, um deren Installation, Wartung und Reparatur. Das gilt für Einzelplatzrechner ebenso wie für komplexe Netzwerke oder Server. Zusätzlich beschäftigen sich die Experten von RA‑MICRO Bochum mit den Bereichen Security-, Backup-, Cloud- und Mobilitylösungen.

Zur modernen Kanzlei gehören selbstverständlich auch qualifizierte Mitarbeiter. Die think about IT GmbH ist unser zertifizierter Schulungspartner und führt regelmäßig RA-MICRO-Grundkurse, Administrator-Seminare und Schulungen zu allen kanzleirelevanten Themen durch. In jedem der zahlreichen Workshops behandeln die Kursleiter wichtige und hochaktuelle Themen wie die Digitalisierung der Kanzleikommunikation mit beA, die Spracherkennung sowie Lösungen hinsichtlich des Workflows. Die Schulungen, Seminare und Workshops finden entweder im hauseigenen Schulungsraum in Bochum statt oder direkt beim Kunden. Hinweise zu den kommenden Terminen sind unter www.ra-micro-bochum.de aufgeführt, dort besteht auch die Möglichkeit zur Anmeldung.


Gegründet im Jahr 2007, gehört die think about IT GmbH heute zu den 50 umsatzstärksten Systemhäusern in Deutschland. Etwa 30 Mitarbeiter zählt das im Technologiequartier nahe der Bochumer Ruhruniversität beheimatete Unternehmen, das ungefähr 2.000 Kunden in der ganzen Republik betreut. Neben hochwertiger Software hat die think about IT GmbH auch qualitativ hervorragende Hardware im Angebot. Professionelle IT-Betreuung ist ebenfalls Bestandteil der angebotenen Dienstleistungen.

Mit RA-MICRO Bochum hat das Unternehmen eine eigene Abteilung geschaffen, die ausnahmslos auf die Beratung von Rechtsanwälten spezialisiert ist. Hier arbeiten ausgebildete Rechtsfachwirte und Rechtsanwaltsfachangestellte Hand in Hand mit IT-Spezialisten, um kompetente Beratung zur effizienten Kanzleiorganisation und zur optimalen IT-Infrastruktur zu bieten. Jeder Kunde hat einen persönlichen Ansprechpartner und erhält individuelle Beratung und maßgeschneiderten Service.

Neben ihren Fachkompetenzen hat die think about IT GmbH auch ein großes Herz. So engagiert sich das Systemhaus in der Region und fördert karitative Einrichtungen, Vereine und sportliche Belange, um benachteiligten Kinder und Erwachsene in die Gesellschaft zu integrieren.

  • Die Zukunft der deutschen Kanzlei-EDV liegt in der Cloud
    von RA Dr. Peter Becker, Berlin

    Die künftige digitale Anwaltskanzlei erfordert einen neuen Typ von Kanzlei-EDV. Die heute typische PC-Netzwerk-Kanzlei-EDV ist ausgelegt als additives Werkzeug zur Papier-Organisation. Soll die Elektronik anstelle des Papiers die zentrale, alleinige Grundlage der anwaltlichen Kanzlei-Existenz sein, sind weitergehende Überlegungen zur elektronischen Kanzleiorganisation anzustellen.

    Bei der digitalen Kanzlei fällt der existentiell entscheidende Vorteil der Papierakte weg: Die jederzeitige Verfügbarkeit. Auch wenn wir in der Praxis oft und ausgiebig, zuweilen ergebnislos, eine Akte suchen, ist doch der Aktenbestand als Gesamtheit eine beruhigende Existenzgrundlage, dem, – außer dem seltenen Fall von Naturkatastrophen oder Feuer (unabwendbar, daher Wiedereinsetzung) – , nichts etwas anhaben kann. Bei digitaler Kanzlei-EDV können wir dagegen nie sicher sein, ob der Aktenbestand noch da bzw. nutzbar ist. Eine Vielzahl keineswegs unwahrscheinlicher denkbarer Ereignisse, z. B. einer der zunehmenden Verschlüsselungsangriffe, kann den gesamten Datenbestand unbrauchbar gemacht haben. Und wenn die Sicherungsmedien während des Angriffes verbunden sind, die Sicherungen ebenfalls. Der Schockzustand und die Folgen von „alle (oder ein nicht genau bekannter Teil der) Kanzlei-Akten sind auf einen Schlag einfach weg“ können sich alle Leser sehr gut vorstellen. Und selbst wenn Datensicherungen da sind: Fast nie sind diese in Notfall-Übungen erprobt, nicht selten schlagen in der Praxis Datenrücksicherungen ganz oder – fast genauso schlimm – teilweise fehl.

    Einer Veröffentlichung von Microsoft zum Thema Sicherheit ist zu entnehmen, dass sich die Qualität der Angreifer im Internet, überwiegend aus China, Russland und USA, weg vom einzelnen Hobby-Hacker hin zu hochprofessionell organisierten Strukturen entwickelt hat.

    Die Verfügbarkeit der Kanzlei-EDV, die Ausfallsicherheit, hat in Zukunft wesentlich größere Bedeutung als heute.

    Die existentielle Abhängigkeit von der immer komplexer werdend Kanzlei-EDV, verbunden mit einem fortlaufend ansteigenden elektronischen Fehler-/Angriffs-/Ausspähungs-/Erpressungs-/Sabotagepotential führt zwangsläufig zur Überlegung, dass für die digitale Kanzlei im Zeitalter von ERV und beA die Auslagerung der Kanzlei-EDV in ein Rechenzentrum (RZ) geboten ist. In anderen europäischen Ländern – z. B. Skandinavien – ist diese Entwicklung wesentlich weiter. In ein bis zwei Jahrzehnten wird auch in Deutschland die Kanzlei-EDV in der Cloud, d.h. im Rechenzentrum üblich sein.

    Wie sicher sind meine Daten im Rechenzentrum? Die Antwort ist einfach: jedenfalls sicherer als in der Kanzlei! Keine Kanzlei kann den Aufwand eines großen RZ hinsichtlich rund um die Uhr zu gewährleistender Ausfallsicherheit, 2-facher und oft 3-facher Redundanz der Systeme, höchster technischer Qualität der Komponenten, elektronischer und realer Zugangssicherungen, einer permanent wachenden und aktiven Gefahrenabwehr gegen Cyber-Angriffe und Schadsoftware betreiben.

    Die Methode der Wahl ist die virtualisierte Kanzlei-EDV in der Cloud, die isoliert von der Hardware und Administration des RZ ausgeführt wird. Cloud-Computing bezeichnet die Nutzung durch Dritte zur Verfügung gestellte EDV-Ressourcen über das Internet. Unterschieden werden Public Cloud und Private Cloud. Public Cloud teilt sich die Hardware-Ressourcen im RZ mit anderen Nutzern, Private Cloud nutzt exklusiv dem RZ-Kunden Konto zugewiesene Hardware-Ressourcen. Public Cloud ist erheblich einfacher und preisgünstiger als Private Cloud. Public Cloud ist für die kleinere Kanzlei mit 1-2 Berufsträgern empfehlenswert. Ein Arbeitsplatz-PC übernimmt zusätzlich die zentrale Datenhaltung. Darüber hinaus oder bei erhöhten Sicherheitsanforderungen ist die Private Cloud Lösung empfehlenswert, bei der die Datenhaltung in einer gesonderten „vServer“ virtuellen Maschine, optional auch mit SQL Datenbank, ausgeführt wird.

    Die Kosten der Kanzlei-EDV in der Cloud liegen in der langfristen Betrachtung „über Alles“ betrachtet jedenfalls in der Größenordnung einer hochwertigen lokalen EDV-Anlage. Einzubeziehen sind die Stromkosten, Gesamtkosten von Störungen, Ausfallzeiten für Austausch veralteter Geräte, Zeit-Aufwand des Anwalts für die intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema, Kalkulation möglicher Ausfallschäden bis hin zum Regress. Im RZ werden turnusmäßig ohne Störung des laufenden Betriebes die Hardware erneuert, man arbeitet stets auf moderner Hardware. Hardwarekomponenten im RZ sind doppelt (Raid) und teilweise dreifach ausgelegt, um eine fast bei 100% liegende Verfügbarkeit auf Jahre und Jahrzehnte zu gewährleisten.

    Die von RA-MICRO ausgewählten RZ haben einfache Oberflächen des Kundenkontos, die auch dem fachkundigen Laien die administrative Verwaltung der RZ-Leistungen ermöglicht. Alternativ kann die Administration des Systems mitsamt der Betreuung des RZ-Kundenkontos durch einen EDV-Dienstleister erfolgen.