Die BüroPartner GmbH ist das IT-Systemhaus für Rechtsberufe in der Metropolregion Rhein-Neckar und seit 30 Jahren zuverlässiger RA-MICRO Vertragspartner. Bereits seit 1988 sorgt BüroPartner für effektive IT-Abläufe in den Kanzleien der Kunden.

Zum Jahreswechsel 2019 haben Sebastian und Johannes Krämer das Unternehmen vom ehemaligen geschäftsführenden Gesellschafter Wolfgang Dahler übernommen. Mit jeweils 15 Jahren Branchenexpertise aus dem eigenen, 2005 gegründeten IT-Systemhaus sind sie optimal auf die Kundenwünsche an einen umfassenden IT-Dienstleister vorbereitet.

Aktuell wird das 15-köpfige Team von Sebastian Krämer als technischem Geschäftsführer und Johannes Krämer als kaufmännischem Geschäftsführer geleitet sowie durch Wolfgang Dahler als Vertriebsleiter unterstützt. Mit 8 Technikern und 4 kaufmännischen Mitarbeitern ist BüroPartner gut aufgestellt und kann Kunden bei allen Fragen und Wünschen kompetent beraten.

Das Leistungsportfolio umfasst selbstverständlich den Vertrieb von sämtlichen RA-MICRO Produkten sowie entsprechende Schulungen. Bei der Produktberatung werden die vorhandenen Strukturen und Abläufe der Kanzleien betrachtet und individuelle Lösungskonzepte für die gesamte IT erarbeitet. Schulungen finden je nach Wunsch exklusiv für eine Kanzlei oder als Gruppenschulung statt und werden von der RA-MICRO Anwendungsspezialistin Sylvia Koch (mit über 40 Jahren Kanzleierfahrung) durchgeführt. Die Schulungen können je nach Präferenz entweder gern beim Kunden vor Ort, in den eigenen Räumlichkeiten der BüroPartner GmbH (bis zu 20 Teilnehmer) oder in externen Seminarräumen (bis zu 50 Teilnehmer) durchgeführt werden.

Ergänzt werden die Leistungen rund um RA-MICRO durch den umfangreichen IT-Service vom einzelnen Notebook bis hin zur Konzeption kompletter IT-Landschaften. Zum Portfolio gehört auch die Begleitung von IT-Projekten und die Betreuung ganzer IT-Strukturen inklusive der Beschaffung und Implementierung von Hard- und Softwarekomponenten. Aufgrund der hohen Bedeutung für Anwälte setzt die BüroPartner GmbH ihren Fokus bewusst auf IT-Sicherheits- und Backupsysteme sowie auf Lösungen für die Einhaltung der DSGVO, der GoBD und für den Umgang mit dem beA.

Darüber hinaus werden komplementäre IT-Sachverständigenleistungen angeboten, die von besonderem Interesse für Anwälte und Insolvenzverwalter sind. Hierunter fallen Wert-, Partei-, Versicherungs- und Gerichtsgutachten sowie die Erstellung rechtsicherer Stichtagsbackups bei Insolvenzen.

BüroPartner bietet sämtliche IT-Leistungen, die eine Kanzlei benötigt: Von der richtigen Branchenlösung über die IT-Strukturen und deren Betreuung bis hin zu besonderen IT-Sachverständigenleistungen – einfach gesagt: ein BüroPartner für Ihre Kanzlei.

  • Die Zukunft der deutschen Kanzlei-EDV liegt in der Cloud
    von RA Dr. Peter Becker, Berlin

    Die künftige digitale Anwaltskanzlei erfordert einen neuen Typ von Kanzlei-EDV. Die heute typische PC-Netzwerk-Kanzlei-EDV ist ausgelegt als additives Werkzeug zur Papier-Organisation. Soll die Elektronik anstelle des Papiers die zentrale, alleinige Grundlage der anwaltlichen Kanzlei-Existenz sein, sind weitergehende Überlegungen zur elektronischen Kanzleiorganisation anzustellen.

    Bei der digitalen Kanzlei fällt der existentiell entscheidende Vorteil der Papierakte weg: Die jederzeitige Verfügbarkeit. Auch wenn wir in der Praxis oft und ausgiebig, zuweilen ergebnislos, eine Akte suchen, ist doch der Aktenbestand als Gesamtheit eine beruhigende Existenzgrundlage, dem, – außer dem seltenen Fall von Naturkatastrophen oder Feuer (unabwendbar, daher Wiedereinsetzung) – , nichts etwas anhaben kann. Bei digitaler Kanzlei-EDV können wir dagegen nie sicher sein, ob der Aktenbestand noch da bzw. nutzbar ist. Eine Vielzahl keineswegs unwahrscheinlicher denkbarer Ereignisse, z. B. einer der zunehmenden Verschlüsselungsangriffe, kann den gesamten Datenbestand unbrauchbar gemacht haben. Und wenn die Sicherungsmedien während des Angriffes verbunden sind, die Sicherungen ebenfalls. Der Schockzustand und die Folgen von „alle (oder ein nicht genau bekannter Teil der) Kanzlei-Akten sind auf einen Schlag einfach weg“ können sich alle Leser sehr gut vorstellen. Und selbst wenn Datensicherungen da sind: Fast nie sind diese in Notfall-Übungen erprobt, nicht selten schlagen in der Praxis Datenrücksicherungen ganz oder – fast genauso schlimm – teilweise fehl.

    Einer Veröffentlichung von Microsoft zum Thema Sicherheit ist zu entnehmen, dass sich die Qualität der Angreifer im Internet, überwiegend aus China, Russland und USA, weg vom einzelnen Hobby-Hacker hin zu hochprofessionell organisierten Strukturen entwickelt hat.

    Die Verfügbarkeit der Kanzlei-EDV, die Ausfallsicherheit, hat in Zukunft wesentlich größere Bedeutung als heute.

    Die existentielle Abhängigkeit von der immer komplexer werdend Kanzlei-EDV, verbunden mit einem fortlaufend ansteigenden elektronischen Fehler-/Angriffs-/Ausspähungs-/Erpressungs-/Sabotagepotential führt zwangsläufig zur Überlegung, dass für die digitale Kanzlei im Zeitalter von ERV und beA die Auslagerung der Kanzlei-EDV in ein Rechenzentrum (RZ) geboten ist. In anderen europäischen Ländern – z. B. Skandinavien – ist diese Entwicklung wesentlich weiter. In ein bis zwei Jahrzehnten wird auch in Deutschland die Kanzlei-EDV in der Cloud, d.h. im Rechenzentrum üblich sein.

    Wie sicher sind meine Daten im Rechenzentrum? Die Antwort ist einfach: jedenfalls sicherer als in der Kanzlei! Keine Kanzlei kann den Aufwand eines großen RZ hinsichtlich rund um die Uhr zu gewährleistender Ausfallsicherheit, 2-facher und oft 3-facher Redundanz der Systeme, höchster technischer Qualität der Komponenten, elektronischer und realer Zugangssicherungen, einer permanent wachenden und aktiven Gefahrenabwehr gegen Cyber-Angriffe und Schadsoftware betreiben.

    Die Methode der Wahl ist die virtualisierte Kanzlei-EDV in der Cloud, die isoliert von der Hardware und Administration des RZ ausgeführt wird. Cloud-Computing bezeichnet die Nutzung durch Dritte zur Verfügung gestellte EDV-Ressourcen über das Internet. Unterschieden werden Public Cloud und Private Cloud. Public Cloud teilt sich die Hardware-Ressourcen im RZ mit anderen Nutzern, Private Cloud nutzt exklusiv dem RZ-Kunden Konto zugewiesene Hardware-Ressourcen. Public Cloud ist erheblich einfacher und preisgünstiger als Private Cloud. Public Cloud ist für die kleinere Kanzlei mit 1-2 Berufsträgern empfehlenswert. Ein Arbeitsplatz-PC übernimmt zusätzlich die zentrale Datenhaltung. Darüber hinaus oder bei erhöhten Sicherheitsanforderungen ist die Private Cloud Lösung empfehlenswert, bei der die Datenhaltung in einer gesonderten „vServer“ virtuellen Maschine, optional auch mit SQL Datenbank, ausgeführt wird.

    Die Kosten der Kanzlei-EDV in der Cloud liegen in der langfristen Betrachtung „über Alles“ betrachtet jedenfalls in der Größenordnung einer hochwertigen lokalen EDV-Anlage. Einzubeziehen sind die Stromkosten, Gesamtkosten von Störungen, Ausfallzeiten für Austausch veralteter Geräte, Zeit-Aufwand des Anwalts für die intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema, Kalkulation möglicher Ausfallschäden bis hin zum Regress. Im RZ werden turnusmäßig ohne Störung des laufenden Betriebes die Hardware erneuert, man arbeitet stets auf moderner Hardware. Hardwarekomponenten im RZ sind doppelt (Raid) und teilweise dreifach ausgelegt, um eine fast bei 100% liegende Verfügbarkeit auf Jahre und Jahrzehnte zu gewährleisten.

    Die von RA-MICRO ausgewählten RZ haben einfache Oberflächen des Kundenkontos, die auch dem fachkundigen Laien die administrative Verwaltung der RZ-Leistungen ermöglicht. Alternativ kann die Administration des Systems mitsamt der Betreuung des RZ-Kundenkontos durch einen EDV-Dienstleister erfolgen.