„Kompetenz und Präsenz“ – auf diese Eigenschaften wird beim RA-MICRO Vor-Ort-Partner Richter & Schimmang seit 1991 besonders viel Wert gelegt. In der Nähe von Chemnitz trifft man auf 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen ein Großteil eine Ausbildung im Bereich Technik und Informationsverarbeitung hat. Dem Team ist es wichtig, sich ständig über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und weiterzubilden. Für ein besonderes Betriebsklima spricht, dass der Mitarbeiterstamm mit all seinen Spezialisten über die Jahre hinweg, bei gleichzeitiger Integration von jungen Mitarbeitern, gleichgeblieben ist. Daneben schätzen die Kunden von Richter & Schimmang die Erreichbarkeit des Vor-Ort-Partners. Praktisch während der gesamten Bürozeit können Kunden ihr aktuelles Problem ohne Wartezeit vortragen und erhalten zeitnah Hilfestellung.

„Besondere Stärken unseres Teams sind die fundierten Kenntnisse im Bereich der mandantenbezogenen Buchhaltung und seit 1995 in der Spracherkennung mit juristischem Wortschatz“, beschreibt Geschäftsführer Knut Schimmang die Expertise seiner Mitarbeiter. Aber auch die langjährigen Erfahrungen beim mobilen Arbeiten auf Basis der elektronischen Akte in RA-MICRO sind für die Kunden von großem Wert, so Schimmang.

Geschäftsführer Knut Schimmang (links) sowie Prokurist und Leiter Technik Sven Löhnhard (rechts)

Einen besonderen Fokus legt der Vor-Ort-Partner Richter & Schimmang auf die richtige Auswahl der geeigneten Komponenten und Geräte, ohne die eine EDV-Anlage nicht reibungslos funktioniert. Mit den individuell zugeschnittenen Angeboten wird dabei stets das Ziel verfolgt, für den Kunden die optimale Lösung zu finden. „In der Regel ist für die geschäftliche Nutzung weder die billigste noch die teuerste Lösung die beste Wahl“, spricht Knut Schimmang aus Erfahrung. Um den Kunden auf lange Sicht ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu sichern, werden nicht nur fabrikneue Geräte ausgeliefert, sondern defekte Teile auch in der eigenen Werkstatt getestet und repariert.

So gut wie alle Geschäftsvorgänge laufen heutzutage computergestützt ab. Daher sind Unternehmen – ob Einzelanwalt oder überörtlicher Kanzleiverbund – auf eine hohe Verfügbarkeit ihrer EDV-Anlage angewiesen. Bei der Richter & Schimmang EDV-Systeme GmbH wird die Technik immer ganzheitlich betrachtet – unter Bezugnahme aller relevanten Aspekte wie Internetanbindung, Bankprogramme, Telefonie, Datenschutz, Sicherheitstechnik und Smartphones. Zu diesen und anderen Themen informiert Sie das Team von Richter & Schimmang unter anderem auch auf kostenfreien Hausmessen, beginnend am 14. November 2018, in den eigenen Räumlichkeiten in Oberlungwitz.

  • Die Zukunft der deutschen Kanzlei-EDV liegt in der Cloud
    von RA Dr. Peter Becker, Berlin

    Die künftige digitale Anwaltskanzlei erfordert einen neuen Typ von Kanzlei-EDV. Die heute typische PC-Netzwerk-Kanzlei-EDV ist ausgelegt als additives Werkzeug zur Papier-Organisation. Soll die Elektronik anstelle des Papiers die zentrale, alleinige Grundlage der anwaltlichen Kanzlei-Existenz sein, sind weitergehende Überlegungen zur elektronischen Kanzleiorganisation anzustellen.

    Bei der digitalen Kanzlei fällt der existentiell entscheidende Vorteil der Papierakte weg: Die jederzeitige Verfügbarkeit. Auch wenn wir in der Praxis oft und ausgiebig, zuweilen ergebnislos, eine Akte suchen, ist doch der Aktenbestand als Gesamtheit eine beruhigende Existenzgrundlage, dem, – außer dem seltenen Fall von Naturkatastrophen oder Feuer (unabwendbar, daher Wiedereinsetzung) – , nichts etwas anhaben kann. Bei digitaler Kanzlei-EDV können wir dagegen nie sicher sein, ob der Aktenbestand noch da bzw. nutzbar ist. Eine Vielzahl keineswegs unwahrscheinlicher denkbarer Ereignisse, z. B. einer der zunehmenden Verschlüsselungsangriffe, kann den gesamten Datenbestand unbrauchbar gemacht haben. Und wenn die Sicherungsmedien während des Angriffes verbunden sind, die Sicherungen ebenfalls. Der Schockzustand und die Folgen von „alle (oder ein nicht genau bekannter Teil der) Kanzlei-Akten sind auf einen Schlag einfach weg“ können sich alle Leser sehr gut vorstellen. Und selbst wenn Datensicherungen da sind: Fast nie sind diese in Notfall-Übungen erprobt, nicht selten schlagen in der Praxis Datenrücksicherungen ganz oder – fast genauso schlimm – teilweise fehl.

    Einer Veröffentlichung von Microsoft zum Thema Sicherheit ist zu entnehmen, dass sich die Qualität der Angreifer im Internet, überwiegend aus China, Russland und USA, weg vom einzelnen Hobby-Hacker hin zu hochprofessionell organisierten Strukturen entwickelt hat.

    Die Verfügbarkeit der Kanzlei-EDV, die Ausfallsicherheit, hat in Zukunft wesentlich größere Bedeutung als heute.

    Die existentielle Abhängigkeit von der immer komplexer werdend Kanzlei-EDV, verbunden mit einem fortlaufend ansteigenden elektronischen Fehler-/Angriffs-/Ausspähungs-/Erpressungs-/Sabotagepotential führt zwangsläufig zur Überlegung, dass für die digitale Kanzlei im Zeitalter von ERV und beA die Auslagerung der Kanzlei-EDV in ein Rechenzentrum (RZ) geboten ist. In anderen europäischen Ländern – z. B. Skandinavien – ist diese Entwicklung wesentlich weiter. In ein bis zwei Jahrzehnten wird auch in Deutschland die Kanzlei-EDV in der Cloud, d.h. im Rechenzentrum üblich sein.

    Wie sicher sind meine Daten im Rechenzentrum? Die Antwort ist einfach: jedenfalls sicherer als in der Kanzlei! Keine Kanzlei kann den Aufwand eines großen RZ hinsichtlich rund um die Uhr zu gewährleistender Ausfallsicherheit, 2-facher und oft 3-facher Redundanz der Systeme, höchster technischer Qualität der Komponenten, elektronischer und realer Zugangssicherungen, einer permanent wachenden und aktiven Gefahrenabwehr gegen Cyber-Angriffe und Schadsoftware betreiben.

    Die Methode der Wahl ist die virtualisierte Kanzlei-EDV in der Cloud, die isoliert von der Hardware und Administration des RZ ausgeführt wird. Cloud-Computing bezeichnet die Nutzung durch Dritte zur Verfügung gestellte EDV-Ressourcen über das Internet. Unterschieden werden Public Cloud und Private Cloud. Public Cloud teilt sich die Hardware-Ressourcen im RZ mit anderen Nutzern, Private Cloud nutzt exklusiv dem RZ-Kunden Konto zugewiesene Hardware-Ressourcen. Public Cloud ist erheblich einfacher und preisgünstiger als Private Cloud. Public Cloud ist für die kleinere Kanzlei mit 1-2 Berufsträgern empfehlenswert. Ein Arbeitsplatz-PC übernimmt zusätzlich die zentrale Datenhaltung. Darüber hinaus oder bei erhöhten Sicherheitsanforderungen ist die Private Cloud Lösung empfehlenswert, bei der die Datenhaltung in einer gesonderten „vServer“ virtuellen Maschine, optional auch mit SQL Datenbank, ausgeführt wird.

    Die Kosten der Kanzlei-EDV in der Cloud liegen in der langfristen Betrachtung „über Alles“ betrachtet jedenfalls in der Größenordnung einer hochwertigen lokalen EDV-Anlage. Einzubeziehen sind die Stromkosten, Gesamtkosten von Störungen, Ausfallzeiten für Austausch veralteter Geräte, Zeit-Aufwand des Anwalts für die intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema, Kalkulation möglicher Ausfallschäden bis hin zum Regress. Im RZ werden turnusmäßig ohne Störung des laufenden Betriebes die Hardware erneuert, man arbeitet stets auf moderner Hardware. Hardwarekomponenten im RZ sind doppelt (Raid) und teilweise dreifach ausgelegt, um eine fast bei 100% liegende Verfügbarkeit auf Jahre und Jahrzehnte zu gewährleisten.

    Die von RA-MICRO ausgewählten RZ haben einfache Oberflächen des Kundenkontos, die auch dem fachkundigen Laien die administrative Verwaltung der RZ-Leistungen ermöglicht. Alternativ kann die Administration des Systems mitsamt der Betreuung des RZ-Kundenkontos durch einen EDV-Dienstleister erfolgen.