In dieser Reihe stellen wir Ihnen unsere RA-MICRO Vor-Ort-Partner aktuell vor.

Im weithin sichtbaren und markanten Hochhaus des Internationalen Handelszentrums nahe der Friedrichstraße befindet sich das Büro der RA-MICRO Berlin Mitte GmbH. Es scheint die Sonne an diesem Mittag im Herzen Berlins, sodass sich das tolle Panorama, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von RA-MICRO Berlin Mitte hier im zwölften Stock bei der Arbeit genießen, an diesem Tag voll entfalten kann. Zehn Kolleginnen und Kollegen kümmern sich darum, dass es RA-MICRO Kunden in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern an nichts fehlt.

Der Kunde steht im Mittelpunkt

Die Kundenbetreuung ist eine wesentliche Aufgabe, die sich in mehrere Teile gliedert. Beim technischen Part, den RA-MICRO Berlin Mitte abdeckt, ist Effizienz ein wichtiges Stichwort. Das bedeutet für das Unternehmen, dass ein Großteil des Supports unkompliziert per Fernwartung und am Telefon erfolgt. Die Kunden müssen lediglich die Supportnummer von RA-MICRO Berlin Mitte wählen, die auf der Serviceseite aufgeführt ist. Systemintegration und First Level Support sind dabei die Schwerpunkte.

Falls es die Umstände erfordern, unterstützt das Supportteam (s. Foto) unsere Kunden natürlich auch vor Ort. Aus technischer Sicht wird sich um jedes Anliegen umfassend gekümmert. Das ist die oberste Maxime bei RA-MICRO Berlin Mitte. Bei Bedarf gehören selbstverständlich auch Sondereinsätze mit zum Service, wie er kurz vor Weihnachten 2017 nötig wurde. In den Wochen vor dem Start der passiven Nutzungspflicht am 1.1.2018 stieg die Nachfrage nach dem von RA-MICRO Berlin Mitte angebotenen „Starthilfe“-Set sprunghaft an, wo sie erfolgreich ihre Kompetenzen unter Beweis stellen konnten.

Lehrgänge und Kurse aller Art

Dass die Kundenbetreuung bei RA-MICRO Berlin Mitte großgeschrieben wird, zeigt sich auch am umfassenden Angebot an Schulungen zu allen relevanten Themen rund um die Kanzleisoftware von RA-MICRO. Angefangen bei den Grundlagen über Finanzbuchhaltung und E-Workflow bis hin zum beA und zur Spracherkennung mit DictaNet wird alles in den Kursen abgedeckt. Darüber hinaus führt das Unternehmen Infotermine für RA-MICRO Interessenten durch und bietet Fachseminare zu Gebühren, Zwangsvollstreckung mit bundesweit tätigen bekannten Dozenten sowie Seminare für Rechtsanwälte nach § 15 FAO. Aber auch Themen wie zum Beispiel Beschwerdemanagement und Kanzleiorganisation stehen auf dem Seminarplan.

Um den Büroalltag aufzulockern, lässt man sich bei RA-MICRO Berlin Mitte immer wieder etwas Besonderes einfallen. So entstand auch die Idee, zu Veranstaltungen im Haus die Bilder lokaler Künstlerinnen und Künstler auszustellen, die die Besucher bestaunen und erwerben können. Auf der Facebook-Seite des Unternehmens startete nach Weihnachten eine Verlosung, bei der es neben CDs und RA-MICRO Goodie-Paketen auch Seminargutscheine zu gewinnen gibt.

  • Die Zukunft der deutschen Kanzlei-EDV liegt in der Cloud
    von RA Dr. Peter Becker, Berlin

    Die künftige digitale Anwaltskanzlei erfordert einen neuen Typ von Kanzlei-EDV. Die heute typische PC-Netzwerk-Kanzlei-EDV ist ausgelegt als additives Werkzeug zur Papier-Organisation. Soll die Elektronik anstelle des Papiers die zentrale, alleinige Grundlage der anwaltlichen Kanzlei-Existenz sein, sind weitergehende Überlegungen zur elektronischen Kanzleiorganisation anzustellen.

    Bei der digitalen Kanzlei fällt der existentiell entscheidende Vorteil der Papierakte weg: Die jederzeitige Verfügbarkeit. Auch wenn wir in der Praxis oft und ausgiebig, zuweilen ergebnislos, eine Akte suchen, ist doch der Aktenbestand als Gesamtheit eine beruhigende Existenzgrundlage, dem, – außer dem seltenen Fall von Naturkatastrophen oder Feuer (unabwendbar, daher Wiedereinsetzung) – , nichts etwas anhaben kann. Bei digitaler Kanzlei-EDV können wir dagegen nie sicher sein, ob der Aktenbestand noch da bzw. nutzbar ist. Eine Vielzahl keineswegs unwahrscheinlicher denkbarer Ereignisse, z. B. einer der zunehmenden Verschlüsselungsangriffe, kann den gesamten Datenbestand unbrauchbar gemacht haben. Und wenn die Sicherungsmedien während des Angriffes verbunden sind, die Sicherungen ebenfalls. Der Schockzustand und die Folgen von „alle (oder ein nicht genau bekannter Teil der) Kanzlei-Akten sind auf einen Schlag einfach weg“ können sich alle Leser sehr gut vorstellen. Und selbst wenn Datensicherungen da sind: Fast nie sind diese in Notfall-Übungen erprobt, nicht selten schlagen in der Praxis Datenrücksicherungen ganz oder – fast genauso schlimm – teilweise fehl.

    Einer Veröffentlichung von Microsoft zum Thema Sicherheit ist zu entnehmen, dass sich die Qualität der Angreifer im Internet, überwiegend aus China, Russland und USA, weg vom einzelnen Hobby-Hacker hin zu hochprofessionell organisierten Strukturen entwickelt hat.

    Die Verfügbarkeit der Kanzlei-EDV, die Ausfallsicherheit, hat in Zukunft wesentlich größere Bedeutung als heute.

    Die existentielle Abhängigkeit von der immer komplexer werdend Kanzlei-EDV, verbunden mit einem fortlaufend ansteigenden elektronischen Fehler-/Angriffs-/Ausspähungs-/Erpressungs-/Sabotagepotential führt zwangsläufig zur Überlegung, dass für die digitale Kanzlei im Zeitalter von ERV und beA die Auslagerung der Kanzlei-EDV in ein Rechenzentrum (RZ) geboten ist. In anderen europäischen Ländern – z. B. Skandinavien – ist diese Entwicklung wesentlich weiter. In ein bis zwei Jahrzehnten wird auch in Deutschland die Kanzlei-EDV in der Cloud, d.h. im Rechenzentrum üblich sein.

    Wie sicher sind meine Daten im Rechenzentrum? Die Antwort ist einfach: jedenfalls sicherer als in der Kanzlei! Keine Kanzlei kann den Aufwand eines großen RZ hinsichtlich rund um die Uhr zu gewährleistender Ausfallsicherheit, 2-facher und oft 3-facher Redundanz der Systeme, höchster technischer Qualität der Komponenten, elektronischer und realer Zugangssicherungen, einer permanent wachenden und aktiven Gefahrenabwehr gegen Cyber-Angriffe und Schadsoftware betreiben.

    Die Methode der Wahl ist die virtualisierte Kanzlei-EDV in der Cloud, die isoliert von der Hardware und Administration des RZ ausgeführt wird. Cloud-Computing bezeichnet die Nutzung durch Dritte zur Verfügung gestellte EDV-Ressourcen über das Internet. Unterschieden werden Public Cloud und Private Cloud. Public Cloud teilt sich die Hardware-Ressourcen im RZ mit anderen Nutzern, Private Cloud nutzt exklusiv dem RZ-Kunden Konto zugewiesene Hardware-Ressourcen. Public Cloud ist erheblich einfacher und preisgünstiger als Private Cloud. Public Cloud ist für die kleinere Kanzlei mit 1-2 Berufsträgern empfehlenswert. Ein Arbeitsplatz-PC übernimmt zusätzlich die zentrale Datenhaltung. Darüber hinaus oder bei erhöhten Sicherheitsanforderungen ist die Private Cloud Lösung empfehlenswert, bei der die Datenhaltung in einer gesonderten „vServer“ virtuellen Maschine, optional auch mit SQL Datenbank, ausgeführt wird.

    Die Kosten der Kanzlei-EDV in der Cloud liegen in der langfristen Betrachtung „über Alles“ betrachtet jedenfalls in der Größenordnung einer hochwertigen lokalen EDV-Anlage. Einzubeziehen sind die Stromkosten, Gesamtkosten von Störungen, Ausfallzeiten für Austausch veralteter Geräte, Zeit-Aufwand des Anwalts für die intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema, Kalkulation möglicher Ausfallschäden bis hin zum Regress. Im RZ werden turnusmäßig ohne Störung des laufenden Betriebes die Hardware erneuert, man arbeitet stets auf moderner Hardware. Hardwarekomponenten im RZ sind doppelt (Raid) und teilweise dreifach ausgelegt, um eine fast bei 100% liegende Verfügbarkeit auf Jahre und Jahrzehnte zu gewährleisten.

    Die von RA-MICRO ausgewählten RZ haben einfache Oberflächen des Kundenkontos, die auch dem fachkundigen Laien die administrative Verwaltung der RZ-Leistungen ermöglicht. Alternativ kann die Administration des Systems mitsamt der Betreuung des RZ-Kundenkontos durch einen EDV-Dienstleister erfolgen.