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RA-MICRO Krypt

Verschlüsselte Korrespondenz mit Outlook

Der Download von RA-MICRO-Krypt ist denkbar einfach.
In nur 5 Klicks und 10 Sekunden sind Download und Installation abgeschlossen.

FAQ

Ich bin RA-MICRO Kunde, wie kann ich RA-MICRO Krypt nutzen?

RA-MICRO Krypt installiert sich bei Neuinstallation der Schnittstelle + (extern) für Microsoft Outlook unter Kanzlei, Modul Einstellungen, MS-Office automatisch. Für die Installation auf Rechnern ohne RA-MICRO steht RA-MICRO Krypt im Downloadbereich der RA-MICRO Website kostenlos zum Download bereit.

Welche Einstellungen muss man nach der Installation vornehmen?

Nach Installation und Start von MS Outlook mit installiertem RA-MICRO Krypt können unter Einstellungen die E-Mail-Adressen zur verschlüsselten Kommunikation gespeichert werden. Für jede gespeicherte E-Mail-Adresse ist der Verschlüsselungstyp für das Versenden (Standard- oder Kennwortverschlüsselung) und die Art der Entschlüsselung für den Empfang (automatisch oder manuell) festzulegen.

Wie kann der Empfänger den Anhang entschlüsseln?

Der Empfänger einer mit RA-MICRO Krypt verschlüsselten E-Mail erhält zusätzlich einen Hinweis als Anlage in dem erläutert wird, wie entschlüsselt wurde bzw. was er benötigt, um die E-Mail zu entschlüsseln.

Was ist der Unterschied zwischen Standardverschlüsselung und Kennwortverschlüsselung?

Haben Sender und Empfänger RA-MICRO Krypt installiert, werden E-Mails mit Standardverschlüsselung automatisch entschlüsselt. So entfällt die Übermittlung eines Passworts. E-Mails mit Kennwortverschlüsselung und manuellem Empfang zeigt RA-MICRO Krypt durch ein Schloss-Icon an, mit Klick darauf startet die Kennworteingabe. Diese Verschlüsselungsart bietet das höchste Maß an Sicherheit.

Kann auch ein Empfänger ohne Outlook den Anhang entschlüsseln?

Für Empfänger ohne MS Outlook, steht der kostenlose Decrypter im Downloadbereich der RA-MICRO Homepage zur Verfügung.

Was passiert, wenn ich mehr als die zwei kostenfreien Adressen nutzen möchte?

Bei Eingabe einer dritten Korrespondenzadresse werden Sie aufgefordert, das RA-MICRO Krypt Abo abzuschließen. Sie können dieses im RA-MICRO Online Store downloaden und zahlen dann 9 Euro im Monat für insgesamt 10 Adressen. RA-MICRO Kunden können den in der Kanzleisoftware vorhandenen Adressbestand kostenfrei nutzen.

Gelten die kostenpflichtigen Adressen pro Lizenz oder pro Kanzlei?

Das Abo gilt pro Kanzlei und kann über verschiedene Lizenzen genutzt werden.

Wohin kann ich mich bei Fragen zu RA-MICRO Krypt wenden?

Bitte wenden Sie sich an den Support von RA-MICRO.

  • Die Zukunft der deutschen Kanzlei-EDV liegt in der Cloud
    von RA Dr. Peter Becker, Berlin

    Die künftige digitale Anwaltskanzlei erfordert einen neuen Typ von Kanzlei-EDV. Die heute typische PC-Netzwerk-Kanzlei-EDV ist ausgelegt als additives Werkzeug zur Papier-Organisation. Soll die Elektronik anstelle des Papiers die zentrale, alleinige Grundlage der anwaltlichen Kanzlei-Existenz sein, sind weitergehende Überlegungen zur elektronischen Kanzleiorganisation anzustellen.

    Bei der digitalen Kanzlei fällt der existentiell entscheidende Vorteil der Papierakte weg: Die jederzeitige Verfügbarkeit. Auch wenn wir in der Praxis oft und ausgiebig, zuweilen ergebnislos, eine Akte suchen, ist doch der Aktenbestand als Gesamtheit eine beruhigende Existenzgrundlage, dem, – außer dem seltenen Fall von Naturkatastrophen oder Feuer (unabwendbar, daher Wiedereinsetzung) – , nichts etwas anhaben kann. Bei digitaler Kanzlei-EDV können wir dagegen nie sicher sein, ob der Aktenbestand noch da bzw. nutzbar ist. Eine Vielzahl keineswegs unwahrscheinlicher denkbarer Ereignisse, z. B. einer der zunehmenden Verschlüsselungsangriffe, kann den gesamten Datenbestand unbrauchbar gemacht haben. Und wenn die Sicherungsmedien während des Angriffes verbunden sind, die Sicherungen ebenfalls. Der Schockzustand und die Folgen von „alle (oder ein nicht genau bekannter Teil der) Kanzlei-Akten sind auf einen Schlag einfach weg“ können sich alle Leser sehr gut vorstellen. Und selbst wenn Datensicherungen da sind: Fast nie sind diese in Notfall-Übungen erprobt, nicht selten schlagen in der Praxis Datenrücksicherungen ganz oder – fast genauso schlimm – teilweise fehl.

    Einer Veröffentlichung von Microsoft zum Thema Sicherheit ist zu entnehmen, dass sich die Qualität der Angreifer im Internet, überwiegend aus China, Russland und USA, weg vom einzelnen Hobby-Hacker hin zu hochprofessionell organisierten Strukturen entwickelt hat.

    Die Verfügbarkeit der Kanzlei-EDV, die Ausfallsicherheit, hat in Zukunft wesentlich größere Bedeutung als heute.

    Die existentielle Abhängigkeit von der immer komplexer werdend Kanzlei-EDV, verbunden mit einem fortlaufend ansteigenden elektronischen Fehler-/Angriffs-/Ausspähungs-/Erpressungs-/Sabotagepotential führt zwangsläufig zur Überlegung, dass für die digitale Kanzlei im Zeitalter von ERV und beA die Auslagerung der Kanzlei-EDV in ein Rechenzentrum (RZ) geboten ist. In anderen europäischen Ländern – z. B. Skandinavien – ist diese Entwicklung wesentlich weiter. In ein bis zwei Jahrzehnten wird auch in Deutschland die Kanzlei-EDV in der Cloud, d.h. im Rechenzentrum üblich sein.

    Wie sicher sind meine Daten im Rechenzentrum? Die Antwort ist einfach: jedenfalls sicherer als in der Kanzlei! Keine Kanzlei kann den Aufwand eines großen RZ hinsichtlich rund um die Uhr zu gewährleistender Ausfallsicherheit, 2-facher und oft 3-facher Redundanz der Systeme, höchster technischer Qualität der Komponenten, elektronischer und realer Zugangssicherungen, einer permanent wachenden und aktiven Gefahrenabwehr gegen Cyber-Angriffe und Schadsoftware betreiben.

    Die Methode der Wahl ist die virtualisierte Kanzlei-EDV in der Cloud, die isoliert von der Hardware und Administration des RZ ausgeführt wird. Cloud-Computing bezeichnet die Nutzung durch Dritte zur Verfügung gestellte EDV-Ressourcen über das Internet. Unterschieden werden Public Cloud und Private Cloud. Public Cloud teilt sich die Hardware-Ressourcen im RZ mit anderen Nutzern, Private Cloud nutzt exklusiv dem RZ-Kunden Konto zugewiesene Hardware-Ressourcen. Public Cloud ist erheblich einfacher und preisgünstiger als Private Cloud. Public Cloud ist für die kleinere Kanzlei mit 1-2 Berufsträgern empfehlenswert. Ein Arbeitsplatz-PC übernimmt zusätzlich die zentrale Datenhaltung. Darüber hinaus oder bei erhöhten Sicherheitsanforderungen ist die Private Cloud Lösung empfehlenswert, bei der die Datenhaltung in einer gesonderten „vServer“ virtuellen Maschine, optional auch mit SQL Datenbank, ausgeführt wird.

    Die Kosten der Kanzlei-EDV in der Cloud liegen in der langfristen Betrachtung „über Alles“ betrachtet jedenfalls in der Größenordnung einer hochwertigen lokalen EDV-Anlage. Einzubeziehen sind die Stromkosten, Gesamtkosten von Störungen, Ausfallzeiten für Austausch veralteter Geräte, Zeit-Aufwand des Anwalts für die intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema, Kalkulation möglicher Ausfallschäden bis hin zum Regress. Im RZ werden turnusmäßig ohne Störung des laufenden Betriebes die Hardware erneuert, man arbeitet stets auf moderner Hardware. Hardwarekomponenten im RZ sind doppelt (Raid) und teilweise dreifach ausgelegt, um eine fast bei 100% liegende Verfügbarkeit auf Jahre und Jahrzehnte zu gewährleisten.

    Die von RA-MICRO ausgewählten RZ haben einfache Oberflächen des Kundenkontos, die auch dem fachkundigen Laien die administrative Verwaltung der RZ-Leistungen ermöglicht. Alternativ kann die Administration des Systems mitsamt der Betreuung des RZ-Kundenkontos durch einen EDV-Dienstleister erfolgen.