RA-MICRO News

Aktuelles von RA-MICRO

Erweiterte Informationen wie beispielsweise Geburtsdaten oder Ab- und Anmeldedaten von Meldebehörden erhalten Sie mit der erweiterten Einwohnermeldeamtsanfrage (EMA) über unseren Kooperationspartner Regis24. Der Aufruf des Anfrageformulars erfolgt über die Online Recherchen im RA-MICRO Desk oder über das Adressfenster; außerhalb des … Mehr …

Passender hätte das diesjährige Motto der größten deutschen Messe für digitale Bildung für die Premiere unseres neuen Produkts QuickLearner nicht sein können: vom 24.-26.1.2017 ging es auf der LearnTEC um „digitale Lernkultur im Wandel“. Der QuickLearner (QL) ist ein öffentliches … Mehr …

Am 15.02.2017 richtete unser Nürnberger Vor-Ort-Partner K2L GmbH in Zusammenarbeit mit dem Fachunternehmen für Drucker- und Scannerlösungen Lederer GmbH den „Tag der Kanzlei“ aus. Das übergreifende Thema der Veranstaltung war die Digitalisierung der anwaltlichen Arbeitsweise, eine zentrale Zielsetzung von RA-MICRO. … Mehr …

Am 17.02.2017 lädt der Thüringer Anwaltsverband zum Thüringer Landesanwaltstag nach Erfurt ein. RA-MICRO wird zusammen mit dem RA‑MICRO Vor-Ort-Partner, der Red Group GmbH & Co. KG, auf der begleitenden Ausstellung mit einem eigenen Stand für Sie vor Ort sein. Wir … Mehr …

Ab dem 01.03.2017 sind für die Beauftragung von Vollstreckungsmaßnahmen an die Gerichtsvollzieherin/den Gerichtsvollzieher zur Vollstreckung von Geldforderungen die neuen Formulare mit den gesetzlichen Anpassungen nach EuKopfVODG zu verwenden. Das ZV-Auftrags Formular wurde in den Modulen L (Ermittlung des Aufenthaltsortes des … Mehr …

Am 01.02.2017 fand in Erfurt eine weitere Informationsveranstaltung rund um das Thema Sprache und Spracherkennung statt. Die zahlreich erschienenen Zuhörer erkannten schnell, dass die von DictaNet entsprechend konzipierten Applikationen die tägliche Arbeit aller in der Kanzlei tätigen Personen verändern und … Mehr …

Der Software Industrieverband Elektronischer Rechtsverkehr e.V. (SIV ERV) hat am 25.01.2017 eine neue Stellungnahme zur beA-Integration abgegeben. In dieser teilt der Verband mit, dass eine technisch hinreichend aufbereitete Schnittstelle zum beA und ein Zugriff auf die notwendige Testumgebung bis heute … Mehr …

Die neu erschienene RA-MICRO Online Jobbörse steht Ihnen ab sofort im Bereich Service der RA-MICRO Homepage zur Verfügung. Durch die Filtermöglichkeiten nach Berufsbezeichnung und Einsatzort führt die Suche nach einer passenden Stelle zu einer gezielten und übersichtlichen Trefferliste. Als besonderen … Mehr …

Am 18.01.2017 fand die erste RA-MICRO Anwender-Informationsveranstaltung für dieses Jahr in Potsdam statt. Zu Beginn der Veranstaltung stellte Herr Marko Schumann, LL.B., die wichtigsten Neuerungen der RA-MICRO Jahresversion 2017 vor, z.B. das neue E-Eingangsfach, das neue E-Akten Fenster sowie die … Mehr …

Spracherkennung wird auch im Jahr 2017 eines der wichtigsten Themen für die moderne Anwaltskanzlei sein. Nach der erfolgreichen DictaNet Veranstaltungsreihe im Jahr 2016 bieten wir auch im neuen Jahr zahlreiche kostenlose Informationsveranstaltungen zu den aktuellen Themen Spracherkennung und mobiles Diktat … Mehr …

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  • Die Zukunft der deutschen Kanzlei-EDV liegt in der Cloud
    von RA Dr. Peter Becker, Berlin

    Die künftige digitale Anwaltskanzlei erfordert einen neuen Typ von Kanzlei-EDV. Die heute typische PC-Netzwerk-Kanzlei-EDV ist ausgelegt als additives Werkzeug zur Papier-Organisation. Soll die Elektronik anstelle des Papiers die zentrale, alleinige Grundlage der anwaltlichen Kanzlei-Existenz sein, sind weitergehende Überlegungen zur elektronischen Kanzleiorganisation anzustellen.

    Bei der digitalen Kanzlei fällt der existentiell entscheidende Vorteil der Papierakte weg: Die jederzeitige Verfügbarkeit. Auch wenn wir in der Praxis oft und ausgiebig, zuweilen ergebnislos, eine Akte suchen, ist doch der Aktenbestand als Gesamtheit eine beruhigende Existenzgrundlage, dem, – außer dem seltenen Fall von Naturkatastrophen oder Feuer (unabwendbar, daher Wiedereinsetzung) – , nichts etwas anhaben kann. Bei digitaler Kanzlei-EDV können wir dagegen nie sicher sein, ob der Aktenbestand noch da bzw. nutzbar ist. Eine Vielzahl keineswegs unwahrscheinlicher denkbarer Ereignisse, z. B. einer der zunehmenden Verschlüsselungsangriffe, kann den gesamten Datenbestand unbrauchbar gemacht haben. Und wenn die Sicherungsmedien während des Angriffes verbunden sind, die Sicherungen ebenfalls. Der Schockzustand und die Folgen von „alle (oder ein nicht genau bekannter Teil der) Kanzlei-Akten sind auf einen Schlag einfach weg“ können sich alle Leser sehr gut vorstellen. Und selbst wenn Datensicherungen da sind: Fast nie sind diese in Notfall-Übungen erprobt, nicht selten schlagen in der Praxis Datenrücksicherungen ganz oder – fast genauso schlimm – teilweise fehl.

    Einer Veröffentlichung von Microsoft zum Thema Sicherheit ist zu entnehmen, dass sich die Qualität der Angreifer im Internet, überwiegend aus China, Russland und USA, weg vom einzelnen Hobby-Hacker hin zu hochprofessionell organisierten Strukturen entwickelt hat.

    Die Verfügbarkeit der Kanzlei-EDV, die Ausfallsicherheit, hat in Zukunft wesentlich größere Bedeutung als heute.

    Die existentielle Abhängigkeit von der immer komplexer werdend Kanzlei-EDV, verbunden mit einem fortlaufend ansteigenden elektronischen Fehler-/Angriffs-/Ausspähungs-/Erpressungs-/Sabotagepotential führt zwangsläufig zur Überlegung, dass für die digitale Kanzlei im Zeitalter von ERV und beA die Auslagerung der Kanzlei-EDV in ein Rechenzentrum (RZ) geboten ist. In anderen europäischen Ländern – z. B. Skandinavien – ist diese Entwicklung wesentlich weiter. In ein bis zwei Jahrzehnten wird auch in Deutschland die Kanzlei-EDV in der Cloud, d.h. im Rechenzentrum üblich sein.

    Wie sicher sind meine Daten im Rechenzentrum? Die Antwort ist einfach: jedenfalls sicherer als in der Kanzlei! Keine Kanzlei kann den Aufwand eines großen RZ hinsichtlich rund um die Uhr zu gewährleistender Ausfallsicherheit, 2-facher und oft 3-facher Redundanz der Systeme, höchster technischer Qualität der Komponenten, elektronischer und realer Zugangssicherungen, einer permanent wachenden und aktiven Gefahrenabwehr gegen Cyber-Angriffe und Schadsoftware betreiben.

    Die Methode der Wahl ist die virtualisierte Kanzlei-EDV in der Cloud, die isoliert von der Hardware und Administration des RZ ausgeführt wird. Cloud-Computing bezeichnet die Nutzung durch Dritte zur Verfügung gestellte EDV-Ressourcen über das Internet. Unterschieden werden Public Cloud und Private Cloud. Public Cloud teilt sich die Hardware-Ressourcen im RZ mit anderen Nutzern, Private Cloud nutzt exklusiv dem RZ-Kunden Konto zugewiesene Hardware-Ressourcen. Public Cloud ist erheblich einfacher und preisgünstiger als Private Cloud. Public Cloud ist für die kleinere Kanzlei mit 1-2 Berufsträgern empfehlenswert. Ein Arbeitsplatz-PC übernimmt zusätzlich die zentrale Datenhaltung. Darüber hinaus oder bei erhöhten Sicherheitsanforderungen ist die Private Cloud Lösung empfehlenswert, bei der die Datenhaltung in einer gesonderten „vServer“ virtuellen Maschine, optional auch mit SQL Datenbank, ausgeführt wird.

    Die Kosten der Kanzlei-EDV in der Cloud liegen in der langfristen Betrachtung „über Alles“ betrachtet jedenfalls in der Größenordnung einer hochwertigen lokalen EDV-Anlage. Einzubeziehen sind die Stromkosten, Gesamtkosten von Störungen, Ausfallzeiten für Austausch veralteter Geräte, Zeit-Aufwand des Anwalts für die intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema, Kalkulation möglicher Ausfallschäden bis hin zum Regress. Im RZ werden turnusmäßig ohne Störung des laufenden Betriebes die Hardware erneuert, man arbeitet stets auf moderner Hardware. Hardwarekomponenten im RZ sind doppelt (Raid) und teilweise dreifach ausgelegt, um eine fast bei 100% liegende Verfügbarkeit auf Jahre und Jahrzehnte zu gewährleisten.

    Die von RA-MICRO ausgewählten RZ haben einfache Oberflächen des Kundenkontos, die auch dem fachkundigen Laien die administrative Verwaltung der RZ-Leistungen ermöglicht. Alternativ kann die Administration des Systems mitsamt der Betreuung des RZ-Kundenkontos durch einen EDV-Dienstleister erfolgen.