RA-MICRO News

Aktuelles von RA-MICRO

Ab sofort ist es möglich, auch in der externen Word-Schnittstelle auf den JURION Entscheidungsfinder zurückzugreifen. Bisher war dies den Nutzern der RA-MICRO APP für iPhone und iPad vorbehalten. Direkter Zugriff auf Entscheidungen im Volltext Wenn Sie in einem Schriftsatz eine … Mehr …

Die Digitalisierung bekommt durch die Einführung des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA) massiven Rückenwind. In diesem Zusammenhang sind die Fragen der Kanzleien rund um die Vorbereitung und Nutzung des beA im Zusammenhang mit der Einführung bzw. Optimierung des eingesetzten RA-MICRO E-Workflows … Mehr …

Ein wichtiger erster Schritt zur flächendeckenden Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs steht kurz bevor: Nachdem die Testphase des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA) zum 31.12.2017 abläuft, beginnt für alle Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte ab dem 01.01.2018 die sogenannte „passive Nutzungspflicht“. Ab diesem Zeitpunkt … Mehr …

Eine neue Version der RA-MICRO Toolbar ist ab sofort für Mozilla Firefox und Google Chrome verfügbar. Die Toolbar ermöglicht die komfortable Nutzung der RA-MICRO Online Rechercheprodukte und praxisrelevanter Berechnungen/Tabellen direkt aus dem Internet-Browser. Nach erfolgtem Update finden Sie den Toolbar-Button … Mehr …

Die festlich geschmückte Gedächtniskirche am Breitscheidplatz bildete den passenden optischen Hintergrund für den ersten „Tag der offenen Tür“, den RA‑MICRO Hauptgeschäftsführer RA Josef Heinz in der RA-MICRO Akademie im Berliner Europa-Center eröffnete. Die knapp 100 über den Tag verteilten Gäste … Mehr …

Das letzte RA-MICRO Anwendertreffen in diesem Jahr fand am 07.12.2017 in den Räumen des Augustinerklosters in Erfurt statt. 60 Teilnehmer konnten sich unter anderem über den aktuellen Stand der Integration der beA-Schnittstelle informieren. Kurz vor dem Start der passiven Nutzungspflicht … Mehr …

Die RA-MICRO APP hat kurz vor Jahresende die Anzahl von über 5.000 Nutzern überschritten. Dieser Download-Rekord spiegelt die lang angelegte Entwicklung im Elektronischen Rechtsverkehr und die aktuellen Digitalisierungsschritte rund um das Thema beA wieder. Die RA-MICRO APP dient nicht nur … Mehr …

Änderung zum 01.01.2018 für Einreichung von Folgeanträgen im Mahnverfahren Ab dem 01.01.2018 sind gem. § 702 Abs. 2 ZPO (n.F.) Folgeanträge verpflichtend in maschinell lesbarer Form einzureichen. Dies umfasst den Antrag auf Neuzustellung des Mahnbescheids, Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheids … Mehr …

In den historischen Räumen des Würzburger Museums im Kulturspeicher fand am 28.11.2017 eine DictaNet Informationsveranstaltung statt. Die Referenten Dr. Stefan Rinke und RA Sebastian Wolter führten durch die Veranstaltung und präsentierten vom digitalen Diktieren mit der DictaNet App über die … Mehr …

Vor dem Beginn des eigentlichen Anwendertreffens bestand die Möglichkeit, sich in einem Workshop über die Highlights der RA-MICRO App zu informieren. Die teilnehmenden Kunden ließen sich von Herrn Dr. Rinke den Kalender mitsamt des Terminsberichts, die E-Aktenübertragung sowie die Gesetze … Mehr …

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  • Die Zukunft der deutschen Kanzlei-EDV liegt in der Cloud
    von RA Dr. Peter Becker, Berlin

    Die künftige digitale Anwaltskanzlei erfordert einen neuen Typ von Kanzlei-EDV. Die heute typische PC-Netzwerk-Kanzlei-EDV ist ausgelegt als additives Werkzeug zur Papier-Organisation. Soll die Elektronik anstelle des Papiers die zentrale, alleinige Grundlage der anwaltlichen Kanzlei-Existenz sein, sind weitergehende Überlegungen zur elektronischen Kanzleiorganisation anzustellen.

    Bei der digitalen Kanzlei fällt der existentiell entscheidende Vorteil der Papierakte weg: Die jederzeitige Verfügbarkeit. Auch wenn wir in der Praxis oft und ausgiebig, zuweilen ergebnislos, eine Akte suchen, ist doch der Aktenbestand als Gesamtheit eine beruhigende Existenzgrundlage, dem, – außer dem seltenen Fall von Naturkatastrophen oder Feuer (unabwendbar, daher Wiedereinsetzung) – , nichts etwas anhaben kann. Bei digitaler Kanzlei-EDV können wir dagegen nie sicher sein, ob der Aktenbestand noch da bzw. nutzbar ist. Eine Vielzahl keineswegs unwahrscheinlicher denkbarer Ereignisse, z. B. einer der zunehmenden Verschlüsselungsangriffe, kann den gesamten Datenbestand unbrauchbar gemacht haben. Und wenn die Sicherungsmedien während des Angriffes verbunden sind, die Sicherungen ebenfalls. Der Schockzustand und die Folgen von „alle (oder ein nicht genau bekannter Teil der) Kanzlei-Akten sind auf einen Schlag einfach weg“ können sich alle Leser sehr gut vorstellen. Und selbst wenn Datensicherungen da sind: Fast nie sind diese in Notfall-Übungen erprobt, nicht selten schlagen in der Praxis Datenrücksicherungen ganz oder – fast genauso schlimm – teilweise fehl.

    Einer Veröffentlichung von Microsoft zum Thema Sicherheit ist zu entnehmen, dass sich die Qualität der Angreifer im Internet, überwiegend aus China, Russland und USA, weg vom einzelnen Hobby-Hacker hin zu hochprofessionell organisierten Strukturen entwickelt hat.

    Die Verfügbarkeit der Kanzlei-EDV, die Ausfallsicherheit, hat in Zukunft wesentlich größere Bedeutung als heute.

    Die existentielle Abhängigkeit von der immer komplexer werdend Kanzlei-EDV, verbunden mit einem fortlaufend ansteigenden elektronischen Fehler-/Angriffs-/Ausspähungs-/Erpressungs-/Sabotagepotential führt zwangsläufig zur Überlegung, dass für die digitale Kanzlei im Zeitalter von ERV und beA die Auslagerung der Kanzlei-EDV in ein Rechenzentrum (RZ) geboten ist. In anderen europäischen Ländern – z. B. Skandinavien – ist diese Entwicklung wesentlich weiter. In ein bis zwei Jahrzehnten wird auch in Deutschland die Kanzlei-EDV in der Cloud, d.h. im Rechenzentrum üblich sein.

    Wie sicher sind meine Daten im Rechenzentrum? Die Antwort ist einfach: jedenfalls sicherer als in der Kanzlei! Keine Kanzlei kann den Aufwand eines großen RZ hinsichtlich rund um die Uhr zu gewährleistender Ausfallsicherheit, 2-facher und oft 3-facher Redundanz der Systeme, höchster technischer Qualität der Komponenten, elektronischer und realer Zugangssicherungen, einer permanent wachenden und aktiven Gefahrenabwehr gegen Cyber-Angriffe und Schadsoftware betreiben.

    Die Methode der Wahl ist die virtualisierte Kanzlei-EDV in der Cloud, die isoliert von der Hardware und Administration des RZ ausgeführt wird. Cloud-Computing bezeichnet die Nutzung durch Dritte zur Verfügung gestellte EDV-Ressourcen über das Internet. Unterschieden werden Public Cloud und Private Cloud. Public Cloud teilt sich die Hardware-Ressourcen im RZ mit anderen Nutzern, Private Cloud nutzt exklusiv dem RZ-Kunden Konto zugewiesene Hardware-Ressourcen. Public Cloud ist erheblich einfacher und preisgünstiger als Private Cloud. Public Cloud ist für die kleinere Kanzlei mit 1-2 Berufsträgern empfehlenswert. Ein Arbeitsplatz-PC übernimmt zusätzlich die zentrale Datenhaltung. Darüber hinaus oder bei erhöhten Sicherheitsanforderungen ist die Private Cloud Lösung empfehlenswert, bei der die Datenhaltung in einer gesonderten „vServer“ virtuellen Maschine, optional auch mit SQL Datenbank, ausgeführt wird.

    Die Kosten der Kanzlei-EDV in der Cloud liegen in der langfristen Betrachtung „über Alles“ betrachtet jedenfalls in der Größenordnung einer hochwertigen lokalen EDV-Anlage. Einzubeziehen sind die Stromkosten, Gesamtkosten von Störungen, Ausfallzeiten für Austausch veralteter Geräte, Zeit-Aufwand des Anwalts für die intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema, Kalkulation möglicher Ausfallschäden bis hin zum Regress. Im RZ werden turnusmäßig ohne Störung des laufenden Betriebes die Hardware erneuert, man arbeitet stets auf moderner Hardware. Hardwarekomponenten im RZ sind doppelt (Raid) und teilweise dreifach ausgelegt, um eine fast bei 100% liegende Verfügbarkeit auf Jahre und Jahrzehnte zu gewährleisten.

    Die von RA-MICRO ausgewählten RZ haben einfache Oberflächen des Kundenkontos, die auch dem fachkundigen Laien die administrative Verwaltung der RZ-Leistungen ermöglicht. Alternativ kann die Administration des Systems mitsamt der Betreuung des RZ-Kundenkontos durch einen EDV-Dienstleister erfolgen.