Zum Jahresende wird die BRAK ein weiteres Update mit einer neuen Verschlüsselungsumgebung für das beA bereitstellen, um die im secunet-Gutachten festgestellten Schwachstellen zu beheben. Dies hat die BRAK auf dem Treffen zwischen der Justiz und den Mitgliedern des Software Industrieverbandes für den elektronischen Rechtsverkehr e.V. (SIV ERV e.V.) verkündet.

Auch im nächsten Jahr stehen Optimierungen an. Für Januar/Februar ist eine Anpassung des beA-Webzugangs für die aktuelle macOS-Version geplant. Die Terminalserverfähigkeit der beA-Security Clientsoftware für den beA-Webzugang, welche von vielen Anwaltskanzleien, die Terminalserver einsetzen, dringend benötigt wird, hat die BRAK nun mit dem nächsten Major Release für 2019 in Aussicht gestellt. Mitte des nächsten Jahres stellt die BRAK den Kanzleisoftwareanbietern ein größeres beA-Schnittstellen-Update mit diversen neuen Features bereit.

In Zukunft soll es zudem eine Vereinheitlichung bei Dateibezeichnungen geben, um die elektronische Kommunikation übersichtlicher zu gestalten. Die Arbeitsgruppe „IT-Standards in der Justiz“ der Bund-Länder-Kommission für Informationstechnik in der Justiz hat auf ihrer letzten Tagung einige Vorschläge zur Vereinheitlichung der elektronischen Gerichtskommunikation unterbreitet. So wurde die Erforderlichkeit des Nachrichtenfeldes zur Diskussion gestellt. Bei der Bezeichnung von Dateien, die in Zukunft vermehrt per beA oder EGVP verschickt werden, dürfen Umlaute sowie „ß“ nicht mehr verwendet werden. Als Sonderzeichen sind nur noch Unterstrich, Minuszeichen und Punkt erlaubt. Auch die Länge der Dateibezeichnung wird zukünftig auf 90 Zeichen begrenzt sein.

Nächste Woche stellen wir Ihnen an dieser Stelle weitere Informationen zum Thema „Elektronische Kommunikation per beA mit den Gerichtsvollziehern“ bereit.
Weitere Details zur Integration der beA-Schnittstelle in RA-MICRO finden Sie auf unserer Webseite.