Datenschutz gilt dem E-Mail-Anbieter Tutanota als oberste Maxime. Ein deutsches Gericht zwingt das Unternehmen jetzt jedoch dazu, E-Mails unter bestimmten Umständen unverschlüsselt abzuspeichern und den Behörden zur Verfügung zu stellen.

Das Hannoveraner Startup Tutanota wirbt damit, der „weltweit sicherste E-Mail-Service“ zu sein. Das dürfte den Dienst auch für die Hacker interessant gemacht haben, die mithilfe von Schadsoftware mehrere Betriebe in Schleswig-Holstein erpresst haben sollen. Um den mutmaßlichen Tätern auf die Schliche zu kommen, zwang das Amtsgericht Itzehoe den E-Mail-Anbieter dazu, den Strafverfolgungsbehörden Zugang zu den Mails einzuräumen. Das ergaben Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung.

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