Der Hauptunterschied zwischen den beiden Varianten ist das Sicherheitsniveau und die notwendige Ausstattung. Während eine beA-Mitarbeiterkarte eine Chipkarte ist, die nicht vervielfältigt werden kann und für deren Verwendung ein Chipkartenlesegerät erforderlich ist, handelt es sich bei einem Softwarezertifikat um eine Datei. Diese muss in den Zertifikatsspeicher des Computers geladen werden, von dem das beA verwendet wird. Sowohl beA-Mitarbeiterkarte als auch Softwarezertifikat erfordern zusätzlich die Eingabe einer PIN.

Das Softwarezertifikat bietet Vorteile in der Handhabung – es wird insbesondere kein Chipkartenlesegerät benötigt. Es ist jedoch zugleich größere Sorgfalt beim Schutz vor unberechtigten Zugriffen auf das Zertifikat bzw. den Computer, auf dem es installiert ist, erforderlich, u.a. weil ein Softwarezertifikat kopiert werden kann. Einer Person, die die PIN für ein Softwarezertifikat kennt, kann dieses daher nicht mehr zuverlässig entzogen werden (es sollte stattdessen die Zuordnung des Softwarezertifikats zu dem Postfach entfernt werden).

Das Recht, selbst Rechte zu vergeben, kann einem Mitarbeiter, der ein Softwarezertifikat zur Anmeldung nutzt, aus Sicherheitsgründen nicht verliehen werden.

  • Die Zukunft der deutschen Kanzlei-EDV liegt in der Cloud
    von RA Dr. Peter Becker, Berlin

    Die künftige digitale Anwaltskanzlei erfordert einen neuen Typ von Kanzlei-EDV. Die heute typische PC-Netzwerk-Kanzlei-EDV ist ausgelegt als additives Werkzeug zur Papier-Organisation. Soll die Elektronik anstelle des Papiers die zentrale, alleinige Grundlage der anwaltlichen Kanzlei-Existenz sein, sind weitergehende Überlegungen zur elektronischen Kanzleiorganisation anzustellen.

    Bei der digitalen Kanzlei fällt der existentiell entscheidende Vorteil der Papierakte weg: Die jederzeitige Verfügbarkeit. Auch wenn wir in der Praxis oft und ausgiebig, zuweilen ergebnislos, eine Akte suchen, ist doch der Aktenbestand als Gesamtheit eine beruhigende Existenzgrundlage, dem, – außer dem seltenen Fall von Naturkatastrophen oder Feuer (unabwendbar, daher Wiedereinsetzung) – , nichts etwas anhaben kann. Bei digitaler Kanzlei-EDV können wir dagegen nie sicher sein, ob der Aktenbestand noch da bzw. nutzbar ist. Eine Vielzahl keineswegs unwahrscheinlicher denkbarer Ereignisse, z. B. einer der zunehmenden Verschlüsselungsangriffe, kann den gesamten Datenbestand unbrauchbar gemacht haben. Und wenn die Sicherungsmedien während des Angriffes verbunden sind, die Sicherungen ebenfalls. Der Schockzustand und die Folgen von „alle (oder ein nicht genau bekannter Teil der) Kanzlei-Akten sind auf einen Schlag einfach weg“ können sich alle Leser sehr gut vorstellen. Und selbst wenn Datensicherungen da sind: Fast nie sind diese in Notfall-Übungen erprobt, nicht selten schlagen in der Praxis Datenrücksicherungen ganz oder – fast genauso schlimm – teilweise fehl.

    Einer Veröffentlichung von Microsoft zum Thema Sicherheit ist zu entnehmen, dass sich die Qualität der Angreifer im Internet, überwiegend aus China, Russland und USA, weg vom einzelnen Hobby-Hacker hin zu hochprofessionell organisierten Strukturen entwickelt hat.

    Die Verfügbarkeit der Kanzlei-EDV, die Ausfallsicherheit, hat in Zukunft wesentlich größere Bedeutung als heute.

    Die existentielle Abhängigkeit von der immer komplexer werdend Kanzlei-EDV, verbunden mit einem fortlaufend ansteigenden elektronischen Fehler-/Angriffs-/Ausspähungs-/Erpressungs-/Sabotagepotential führt zwangsläufig zur Überlegung, dass für die digitale Kanzlei im Zeitalter von ERV und beA die Auslagerung der Kanzlei-EDV in ein Rechenzentrum (RZ) geboten ist. In anderen europäischen Ländern – z. B. Skandinavien – ist diese Entwicklung wesentlich weiter. In ein bis zwei Jahrzehnten wird auch in Deutschland die Kanzlei-EDV in der Cloud, d.h. im Rechenzentrum üblich sein.

    Wie sicher sind meine Daten im Rechenzentrum? Die Antwort ist einfach: jedenfalls sicherer als in der Kanzlei! Keine Kanzlei kann den Aufwand eines großen RZ hinsichtlich rund um die Uhr zu gewährleistender Ausfallsicherheit, 2-facher und oft 3-facher Redundanz der Systeme, höchster technischer Qualität der Komponenten, elektronischer und realer Zugangssicherungen, einer permanent wachenden und aktiven Gefahrenabwehr gegen Cyber-Angriffe und Schadsoftware betreiben.

    Die Methode der Wahl ist die virtualisierte Kanzlei-EDV in der Cloud, die isoliert von der Hardware und Administration des RZ ausgeführt wird. Cloud-Computing bezeichnet die Nutzung durch Dritte zur Verfügung gestellte EDV-Ressourcen über das Internet. Unterschieden werden Public Cloud und Private Cloud. Public Cloud teilt sich die Hardware-Ressourcen im RZ mit anderen Nutzern, Private Cloud nutzt exklusiv dem RZ-Kunden Konto zugewiesene Hardware-Ressourcen. Public Cloud ist erheblich einfacher und preisgünstiger als Private Cloud. Public Cloud ist für die kleinere Kanzlei mit 1-2 Berufsträgern empfehlenswert. Ein Arbeitsplatz-PC übernimmt zusätzlich die zentrale Datenhaltung. Darüber hinaus oder bei erhöhten Sicherheitsanforderungen ist die Private Cloud Lösung empfehlenswert, bei der die Datenhaltung in einer gesonderten „vServer“ virtuellen Maschine, optional auch mit SQL Datenbank, ausgeführt wird.

    Die Kosten der Kanzlei-EDV in der Cloud liegen in der langfristen Betrachtung „über Alles“ betrachtet jedenfalls in der Größenordnung einer hochwertigen lokalen EDV-Anlage. Einzubeziehen sind die Stromkosten, Gesamtkosten von Störungen, Ausfallzeiten für Austausch veralteter Geräte, Zeit-Aufwand des Anwalts für die intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema, Kalkulation möglicher Ausfallschäden bis hin zum Regress. Im RZ werden turnusmäßig ohne Störung des laufenden Betriebes die Hardware erneuert, man arbeitet stets auf moderner Hardware. Hardwarekomponenten im RZ sind doppelt (Raid) und teilweise dreifach ausgelegt, um eine fast bei 100% liegende Verfügbarkeit auf Jahre und Jahrzehnte zu gewährleisten.

    Die von RA-MICRO ausgewählten RZ haben einfache Oberflächen des Kundenkontos, die auch dem fachkundigen Laien die administrative Verwaltung der RZ-Leistungen ermöglicht. Alternativ kann die Administration des Systems mitsamt der Betreuung des RZ-Kundenkontos durch einen EDV-Dienstleister erfolgen.

  • Die RA-MICRO vStation enthält eine vollständig betriebsfertige Mehrplatzanlage für bis zu 2 virtuelle Plätzen einschließlich eines virtuellen Windows 10 Servers einschließlich vorinstalliertem optional nutzbaren Microsoft SQL Server. Erforderlich ist auf dem Host Windows 2016 Betriebssystem und eine geeignete Hardware.

    Diese Anwendung erfordert professionelle Administrationskenntnisse der Netzwerktechnik und von Microsoft Windows mit Hyper-V. Dieser Download ist nicht für die Selbstinstallation durch den Endanwender gedacht und solches wird auch nicht supportet.

    Systemhäuser erhalten gern Installations-Unterstützung durch das RA-MICRO Software-Technische Supportcenter.

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  • RA-MICRO VDA-Lizenz (RM-VDA)

    RM-VDA beinhaltet für je einen RA-MICRO Kanzleisoftware Benutzer das Recht, mit Windows, Apple und Android Geräten auf eine virtuelle Kopie der RA-MICRO Kanzleisoftware auf einem virtuellen Windows Desktop zuzugreifen. Enthalten ist das Recht, eine virtuelle Kopie der RA-MICRO Kanzleisoftware zum Zwecke des Zugriffes mit einer VDA Lizenz herzustellen und beliebig oft zum Zwecke der Bereitstellung für den VDA-Lizenz-Benutzer oder für die Datensicherung zu vervielfältigen.
    RM-VDA beinhaltet das Recht, eine virtuelle Kopie des DictaNet Office Player zu benutzen.
    RM-VDA ist im RA-MICRO Online Store zu lizenzieren.

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  • RA-MICRO vCloud PC kostenlos 10 Tage in der Cloud testen

    – Nutzen Sie wahlweise die RA-MICRO 1 Version oder die RA-MICRO Lizenz-Vollversion –
    – Nehmen Sie den RA-MICRO Support in Anspruch wie ein zahlender Lizenznehmer –

    Sie erhalten als Rechtsanwalt/Rechtsanwältin oder Gerichtsreferendar/in am folgenden Werktag einen Zugang zu einem RA-MlCRO vPC in der Cloud, den sie 10 Tage beliebig nutzen können. Danach wird der vPC mit allen etwaigen Daten garantiert gelöscht. Die Teilnahme am RA-MICRO v Testprogramm ist absolut unverbindlich. RA-MICRO wird sie während des Testzeitraumes oder auch danach nicht unaufgefordert kontaktieren. Die Testnutzung ist vertraulich, Ihre Daten sind nur der RA-MICRO KGaA bekannt und werden nicht an Dritte weitergegeben.

    Die vertrieblich beratende Betreuung der RA-MICRO v Testseite erfolgt durch das RA-MICRO vCenter Nord 030 43598 801 | repraesentanz@ra-micro-sh.de

    Für RA-MICRO Anwendungs-Fachfragen wenden Sie sich bitte an den RA-MICRO
    Anwendersupport 030 43598 888

    Für EDV-Technische Fachfragen wenden Sie sich bitte direkt an das RA-MICRO Software-Technische Supportcenter 030 43598 792

  • Installationskurve

  • RA-MICRO 1 InfografikDie heute marktführende RA-MICRO Kanzleisoftware ist auf über 60.000 Arbeitsplätzen im Einsatz. Sie wurde vor 30 Jahren in der Berliner Praxis von RA Dr. Becker aus der täglichen Kanzleiarbeit heraus geschaffen und ist bis heute unübertroffen praxisgerecht. Seither wird die Software von RA Dr. Becker als Programmarchitekt mit dem von ihm gegründetem Unternehmen RA-MICRO GmbH & Co. KGaA und dessen auf über 100 Mitarbeiter angewachsenen Entwicklungsabteilung praxisgerecht zum Nutzen der deutschen Anwaltschaft weiterentwickelt. Mit etwa 500 Mitarbeitern unterstützt die deutsche RA-MICRO Organisation dt. Anwenderkanzleien. Die Gesellschaft ist im besonderen Maße den anwaltlichen berufsständischen Anliegen und seinen anwaltlichen Kunden verpflichtet.