Es wurde versehentlich eine falsche Buchung vorgenommen.

Je nach Fehlerart stehen folgende Möglichkeiten zur Korrektur der Falschbuchung zur Verfügung:

  • Stornobuchung
  • Korrekturbuchung
  • Umbuchung

Stornobuchung

Film: Stornobuchung

Die Stornobuchung wird bei Journalbuchungen ohne Aktenkontenbezug genutzt. Das können Buchungen mit falschem Betrag, falschem Buchungsdatum oder falschem Vorsteuersatz sein.

Hier wurde z. B. die Kanzleimiete mit 1.500,00 € anstelle des richtigen Betrages von 2.000,00 € gebucht.

Zur Durchführung der Stornobuchung ist wie folgt vorzugehen:

1. Falschbuchung im Journal anzeigen lassen:

journal

2. Die Buchungszeile dort per Doppelklick auswählen:

journalbuchung stornieren

=> Die Stornobuchung wird nach Bestätigung mit OK automatisch vom Programm erzeugt.

journal2

Korrekturbuchung

Film: Korrekturbuchung

Mit der Korrekturbuchung können aktenbezogene Buchungen korrigiert werden. Sie ist anwendbar, wenn bei einer Buchung mit Aktenkonto ein falscher Betrag, ein falsches Buchungsdatum oder ein falscher Steuersatz erfasst wurde.

Es ist z. B. zur Akte 1/12 fälschlicherweise der Betrag von 178,50 € Zahlungseingang verbucht worden. Richtig sind 278,50 €.

Korrekturbuchung (aktuelle Kompaktansicht)

  1. Die Korrekturbuchung ist in der Toolbar der Buchenmaske in der aktuellen Kompaktansicht über Extras auswählbar:

Korrekturbuchung

2. Die Aktennummer wird eingegeben. Alle zur Akte erfassten Buchungen werden angezeigt. Die zu korrigierende Buchung wird nun per Doppelklick ausgewählt.

Korrekturbuchung2

3. Die Folgeseite zeigt die automatisch erzeugte Korrekturbuchung an. Nach Bestätigung mit OK wird die Korrektur automatisch ausgeführt.

Korrekturbuchung3

Korrekturbuchung (Ansicht Einzelbuchung in früheren ra-micro Lizenzen)

Hier wechseln Sie bitte über Ansicht in die aktuelle Kompaktansicht um dort die Korrektur vorzunehmen – siehe 5.2.1. Korrekturbuchung (aktuelle Kompaktansicht)

Korrekturbuchung4

Umbuchung

Film: Umbuchung

Die Programmfunktion Umbuchen kann bei der Korrektur von Buchungen mit oder ohne Aktenkontobezug gewählt werden. Die Umbuchung wird zwischen 2 Sachkonten vorgenommen. Es können auch Umbuchungen zwischen Aktenkonten und zwischen Finanzkonten vorgenommen werden.

Die Umbuchung besteht immer aus den folgenden zwei Teilbuchungen:

  • Im 1. Teil der Buchung wird die Ausgabe gebucht.
  • Im 2. Teil erfolgt die Buchung der Einnahme.

Es wurde z. B. ein Betrag, den ein Mandant gezahlt hat, auf das Aktenkonto 1/12 gebucht, richtig wäre die Akte 2/12. Hier kann die Umbuchung genutzt werden, um den Betrag auf das richtige Aktenkonto zu buchen.

Umbuchung (akteuelle Kompaktansicht)

Es ist wie folgt vorzugehen:

Aufruf der Programmfunktion Umbuchung:

Umbuchung

1. Erster Teil der Umbuchung (Asugabe):

Der Betrag wird als Ausgabe aus der falschen Akte gebucht:

Umbuchung2

2. Zweiter Teil der Umbuchung (Einnahme):

Der Betrag wird als Einnahme in die richtige Akte gebucht:

Umbuchung3

Umbuchung (Ansicht Einzelbuchung in früheren RA-MICRO Lizenzen) Aufruf der Programmfunktion Umbuchung:

In der Ansicht Einzelbuchung, die nur bei früheren RA-MICRO Lizenzen verfügbar ist, wechseln Sie über Ansicht in die aktuelle Kompaktansicht um dort die Umbuchung vorzunehmen – siehe Umbuchung (aktuelle Kompaktansicht).

Umbuchung4

Umbuchung (Ansicht Stapelbuchung/frühere RA-MICRO Lizenzen)

In der Ansicht Stapelbuchung, die nur bei früheren RA-MICRO Lizenzen verfügbar ist, wechseln Sie über Ansicht in die aktuelle Kompaktansicht um dort die Umbuchung vorzunehmen – siehe Umbuchung (aktuelle Kompaktansicht).

Umbuchung5

 

  • Die Zukunft der deutschen Kanzlei-EDV liegt in der Cloud
    von RA Dr. Peter Becker, Berlin

    Die künftige digitale Anwaltskanzlei erfordert einen neuen Typ von Kanzlei-EDV. Die heute typische PC-Netzwerk-Kanzlei-EDV ist ausgelegt als additives Werkzeug zur Papier-Organisation. Soll die Elektronik anstelle des Papiers die zentrale, alleinige Grundlage der anwaltlichen Kanzlei-Existenz sein, sind weitergehende Überlegungen zur elektronischen Kanzleiorganisation anzustellen.

    Bei der digitalen Kanzlei fällt der existentiell entscheidende Vorteil der Papierakte weg: Die jederzeitige Verfügbarkeit. Auch wenn wir in der Praxis oft und ausgiebig, zuweilen ergebnislos, eine Akte suchen, ist doch der Aktenbestand als Gesamtheit eine beruhigende Existenzgrundlage, dem, – außer dem seltenen Fall von Naturkatastrophen oder Feuer (unabwendbar, daher Wiedereinsetzung) – , nichts etwas anhaben kann. Bei digitaler Kanzlei-EDV können wir dagegen nie sicher sein, ob der Aktenbestand noch da bzw. nutzbar ist. Eine Vielzahl keineswegs unwahrscheinlicher denkbarer Ereignisse, z. B. einer der zunehmenden Verschlüsselungsangriffe, kann den gesamten Datenbestand unbrauchbar gemacht haben. Und wenn die Sicherungsmedien während des Angriffes verbunden sind, die Sicherungen ebenfalls. Der Schockzustand und die Folgen von „alle (oder ein nicht genau bekannter Teil der) Kanzlei-Akten sind auf einen Schlag einfach weg“ können sich alle Leser sehr gut vorstellen. Und selbst wenn Datensicherungen da sind: Fast nie sind diese in Notfall-Übungen erprobt, nicht selten schlagen in der Praxis Datenrücksicherungen ganz oder – fast genauso schlimm – teilweise fehl.

    Einer Veröffentlichung von Microsoft zum Thema Sicherheit ist zu entnehmen, dass sich die Qualität der Angreifer im Internet, überwiegend aus China, Russland und USA, weg vom einzelnen Hobby-Hacker hin zu hochprofessionell organisierten Strukturen entwickelt hat.

    Die Verfügbarkeit der Kanzlei-EDV, die Ausfallsicherheit, hat in Zukunft wesentlich größere Bedeutung als heute.

    Die existentielle Abhängigkeit von der immer komplexer werdend Kanzlei-EDV, verbunden mit einem fortlaufend ansteigenden elektronischen Fehler-/Angriffs-/Ausspähungs-/Erpressungs-/Sabotagepotential führt zwangsläufig zur Überlegung, dass für die digitale Kanzlei im Zeitalter von ERV und beA die Auslagerung der Kanzlei-EDV in ein Rechenzentrum (RZ) geboten ist. In anderen europäischen Ländern – z. B. Skandinavien – ist diese Entwicklung wesentlich weiter. In ein bis zwei Jahrzehnten wird auch in Deutschland die Kanzlei-EDV in der Cloud, d.h. im Rechenzentrum üblich sein.

    Wie sicher sind meine Daten im Rechenzentrum? Die Antwort ist einfach: jedenfalls sicherer als in der Kanzlei! Keine Kanzlei kann den Aufwand eines großen RZ hinsichtlich rund um die Uhr zu gewährleistender Ausfallsicherheit, 2-facher und oft 3-facher Redundanz der Systeme, höchster technischer Qualität der Komponenten, elektronischer und realer Zugangssicherungen, einer permanent wachenden und aktiven Gefahrenabwehr gegen Cyber-Angriffe und Schadsoftware betreiben.

    Die Methode der Wahl ist die virtualisierte Kanzlei-EDV in der Cloud, die isoliert von der Hardware und Administration des RZ ausgeführt wird. Cloud-Computing bezeichnet die Nutzung durch Dritte zur Verfügung gestellte EDV-Ressourcen über das Internet. Unterschieden werden Public Cloud und Private Cloud. Public Cloud teilt sich die Hardware-Ressourcen im RZ mit anderen Nutzern, Private Cloud nutzt exklusiv dem RZ-Kunden Konto zugewiesene Hardware-Ressourcen. Public Cloud ist erheblich einfacher und preisgünstiger als Private Cloud. Public Cloud ist für die kleinere Kanzlei mit 1-2 Berufsträgern empfehlenswert. Ein Arbeitsplatz-PC übernimmt zusätzlich die zentrale Datenhaltung. Darüber hinaus oder bei erhöhten Sicherheitsanforderungen ist die Private Cloud Lösung empfehlenswert, bei der die Datenhaltung in einer gesonderten „vServer“ virtuellen Maschine, optional auch mit SQL Datenbank, ausgeführt wird.

    Die Kosten der Kanzlei-EDV in der Cloud liegen in der langfristen Betrachtung „über Alles“ betrachtet jedenfalls in der Größenordnung einer hochwertigen lokalen EDV-Anlage. Einzubeziehen sind die Stromkosten, Gesamtkosten von Störungen, Ausfallzeiten für Austausch veralteter Geräte, Zeit-Aufwand des Anwalts für die intellektuelle Beschäftigung mit dem Thema, Kalkulation möglicher Ausfallschäden bis hin zum Regress. Im RZ werden turnusmäßig ohne Störung des laufenden Betriebes die Hardware erneuert, man arbeitet stets auf moderner Hardware. Hardwarekomponenten im RZ sind doppelt (Raid) und teilweise dreifach ausgelegt, um eine fast bei 100% liegende Verfügbarkeit auf Jahre und Jahrzehnte zu gewährleisten.

    Die von RA-MICRO ausgewählten RZ haben einfache Oberflächen des Kundenkontos, die auch dem fachkundigen Laien die administrative Verwaltung der RZ-Leistungen ermöglicht. Alternativ kann die Administration des Systems mitsamt der Betreuung des RZ-Kundenkontos durch einen EDV-Dienstleister erfolgen.