Der Deutsche Anwaltstag lädt dieses Jahr die Anwaltschaft nach Mannheim ein und öffnet mit der AdvoTec am 7. und 8. Juni die Türen der größten deutschen Fachmesse rund um die Anwaltskanzleien.

RA-MICRO wird natürlich auch in diesem Jahr vor Ort vertreten sein und insbesondere die volldigitalisierte Kanzlei in den Mittelpunkt stellen. Mit Berufsträgern aus dem Berliner Stammhaus und den RA-MICRO Landesrepräsentanzen Baden-Württemberg, Bayern sowie Schleswig-Holstein begrüßen kompetente Ansprechpartner Kunden und Interessierte.

Auf über 70 m² präsentiert RA-MICRO Kanzlei- und Anwaltssoftware mit neuesten Lösungen für die Cloud und auf Mobilgeräten. Fester Bestandteil sind natürlich auch der E-Workflow, Sprachverarbeitung nebst Spracher­kennung sowie Recherche- und juris­tische Fach-Apps zur Erleich­terung des anwalt­lichen Arbeit­salltags. Und wie immer präsentiert RA-MICRO neue Produkte, insbesondere verschlüsselte Kommunikationsdienste, welche den Berufsträger von der Mandatsaufnahme („Online-Mandats-Aufnahme“) bis zur Mandatsdurchführung (inkl. neues Outlook AddIn RA Krypt) berufsrechts- und datenschutzkonform unterstützen.

Besuchen Sie uns auf der AdvoTec, direkt auf Ebene 1, Stand 106.

Unser neuer Vor-Ort-Partner Herr RA Zieschang freut sich, mit der Fa. IT-Consulting Zieschang in Dresden und Umgebung Ihr neuer Ansprechpartner für RA-MICRO und DictaNet zu sein. Mit einem modern eingerichteten „Showroom“ in der sächsischen Hauptstadt kann die digitale Zukunft der Anwaltskanzlei live vor Ort erlebt werden. Moderne Digitaltechnik, Diktierlösungen, Scan-Workflows oder digitale E-Akte – in regelmäßigen After-Work-Veranstaltungen lehnen Sie sich entspannt zurück und genießen bei Getränken und Fingerfood den Ausblick auf die Möglichkeiten der digitalen Kanzlei. Daneben bleibt genügend Raum für den Erfahrungsaustausch zwischen den anwesenden Kolleginnen und Kollegen.

Als praktizierender Anwalt kennt Herr RA Zieschang die tagtäglichen Herausforderungen im Kanzleialltag. Dabei bleibt oft nicht genügend Zeit, um neue Wege der arbeitserleichternden Digitalisierung zu beschreiten. Erleben Sie deshalb die zuverlässig und für die tägliche Praxis bewährte Softwarelösung von RA-MICRO, die Ihnen hilft, Ihre Arbeit bereits heute erheblich zu erleichtern.

Nähere Informationen zum Vor-Ort-Partner und entsprechende Veranstaltungen finden Sie regelmäßig auf der Homepage: https://it-zieschang.de

IT-Consulting Zieschang
Behrischstraße 29
01277 Dresden
Tel.: 0351/41 88 24 03
https://it-zieschang.de
info@it-zieschang.de

Unser langjähriger RA-MICRO Vor-Ort-Partner Apel & Witte ist der professionelle Ansprechpartner rund um die moderne Kanzleiorganisation für den Raum Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Anlässlich des Umzugs der Hauptniederlassung innerhalb Magdeburgs werden die neuen Räumlichkeiten nun mit einem Tag der offenen Tür offiziell eröffnet. Lernen Sie den RA-MICRO und DictaNet-Vor-Ort-Partner kennen und informieren Sie sich auf der als Hausmesse ausgerichteten Veranstaltung zu folgenden Themen:

  • E-Workflow: Elektronische Aktenbearbeitung und Elektronischer Rechtsverkehr mit RA-MICRO
  • Drive: Dokumente erfassen und Scannen – gesetzeskonform und effizient
  • RA-MICRO Apps: Anwaltliche Mobilität mit Smartphones und Tablets
  • A&W Managed Services: hochprofessionelle Lösungen zur IT-Sicherheit

Erleben Sie die nahtlose Integration des elektronischen Rechtsverkehrs in die markführende Kanzleisoftware RA-MICRO. Probieren Sie aus und überzeugen Sie sich, wie einfach und schnell umfangreiche Tagespost mit modernen Scanlösungen digitalisiert werden kann.

Informieren Sie sich hier, wir freuen uns auf Ihren Besuch in Magdeburg.

Auf der diesjährigen Kammerversammlung der RAK Berlin informierte der Kammerpräsident Dr. Marcus Mollnau zunächst über die Tätigkeiten und Aufgaben der RAK Berlin im zurückliegenden Kalenderjahr.

Besondere Erwähnung fand dabei die Mitwirkung an der Reform der BRAO, bei der die Satzungsversammlung u.a. eine Neufassung des § 14 BORA beschlossen hat, um eine berufsrechtliche Pflicht zur Mitwirkung bei Zustellung von Anwalt zu Anwalt festzuschreiben. Die Neufassung ist am 01.01.2018 in Kraft getreten und ab sofort zu beachten. Eine aktuelle Fassung der Berufsordnung finden Sie hier.

Ein zentrales Thema bildete erneut „das besondere elektronische Anwaltspostfach“, welches im Laufe der gesamten Versammlung lebhaft und kontrovers diskutiert wurde.

Auch wenn einige Kammermitglieder Bedenken gegen die Nutzung von elektronischen Kommunikationsdiensten und damit auch gegen die Digitalisierung der Rechtspflege vorbrachten, sprach sich die Mitgliederversammlung mehrheitlich für den elektronischen Rechtsverkehr aus. So fanden die Anträge, die sich u. a. gegen die Nutzungspflicht des beA sowie gegen die weitere Finanzierung des beA-Systems richteten, keine Mehrheit.

Im Laufe der Versammlung wurden konkrete Vorschläge formuliert, in welchem Umfang das derzeit noch offline gestellte beA-System überprüft und wie es sicherer und praxistauglicher gemacht werden kann.

So stimmte die Kammerversammlung mit einer klaren Mehrheit für eine Offenlegung der Quelltexte der beA-Software unter Open-Source- oder Freie-Software-Lizenzen sowie für eine unabhängige Durchführung von Sicherheitsaudits des gesamten Programmcodes nebst vollständiger Veröffentlichung aller Testergebnisse. Ferner wurde gefordert, dass die beA-Software zu allen aktuellen Betriebssystemen ausnahmslos gleichermaßen kompatibel gehalten, dokumentiert und supportet wird.

Wie schon im Vorjahr legte die Kammerversammlung den Kammerbeitrag für 2018 auf insgesamt 297 EUR fest. Darüber hinaus wurde die Einführung einer elektronischen Vorstandswahl mit Briefwahloption mit einer neuen Geschäftsordnung und einer Wahlordnung beschlossen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der RAK Berlin sowie auf der Website des Berliner Kollegen RA-Schinagl, der sich mit seinem Antrag u.a. für die Offenlegung des Quelltextes der beA-Software ausgesprochen hat und dessen Antrag mittlerweile bei weiteren acht Rechtsanwaltskammern eingereicht worden ist.

 

Im Rahmen von Individualpräsentationen in Kanzleien, auf unseren regionalen Veranstaltungen vor Ort und in den Landesrepräsentanzen wird von vielen Rechtsanwältinnen, Rechtsanwälten und Fachangestellten der RA-MICRO E-Workflow gelobt.

Dabei spiegeln uns zum einen RA-MICRO Nutzer, die jetzt auf die elektronische Mandatsbearbeitung umsteigen wollen, aber auch insbesondere Nutzer anderer Kanzleisoftwarelösungen, dass ihre bisherigen papiergebundenen Arbeitsabläufe gut mit dem RA‑MICRO E-Workflow abzubilden wären. Auch unsere Umsetzungen zum elektronischen Rechtsverkehr, u. a. die Schriftsatzübermittlung (EGVP/Governikus/beA), die Personen- und Firmenrecherchen, Rechtsschutzversicherungskommunikation, verschlüsselte E-Mails, App-Integrationen für Anwälte und Mandanten sowie die Möglichkeit, auf der eigenen Kanzleihomepage Mandate mit RA-MICRO strukturiert zu erfassen und zu akquirieren, stoßen regelmäßig auf ungeteilte Begeisterung.

Ebenfalls gern gesehen sind unsere zahlreichen präsenz- und online Informations- und Schulungsangebote zu diesem Thema.  Die RA-MICRO Organisation bietet zudem bundesweit Dienstleistungen an, um die Kanzleien bei Bedarf individuell vor Ort bei der Umstellung zu begleiten.

Im Mittelpunkt unseres ersten Anwendertreffens 2018 vom 24. Januar stand die Präsentation sämtlicher Neuerungen in der RA-MICRO Kanzleisoftware, der RA-MICRO APP sowie der DictaNet Produktpalette. Frau Schlecht (Dipl. Wirtschaftsjuristin) präsentierte unter anderem die neue Online Mandats-Aufnahme, mit der eine Mandatsanfrage augenblicklich mit der Akten- und Adressanlage verknüpft werden kann. Auch die integrierte Synchronisation von Fristen durch den Kalender + fand regen Zuspruch.

Virulentes Thema war auch diesmal wieder das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA). RAin Seidler informierte über den aktuellen Stand des ERV und führte die Integration der beA BRAK-Schnittstelle in RA-MICRO vor.

Großes Interesse fand RA-MICRO V, womit die Kanzlei bezüglich PC-Arbeitsplätzen und Server-Einrichtung optimal aufgestellt ist, insbesondere in Sachen Datensicherheit, Datenhaltung sowie Fernzugriff für die digital organisierte Kanzlei. RA Dr. Rinke legte bei der Vorführung des DictaNet Bereiches den Schwerpunkt auf die Spracherkennung sowie die Apps für das mobile Anwalten.

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Anwendertreffen am 21. Februar 2018 in Hamburg. Aufgrund der großen Nachfrage in Hamburg wird es bereits am 20. Februar 2018 einen zusätzlichen Termin geben.

 

 

Der Bundesrat hat am 03.11.2017 wie angekündigt der Verordnung über die technischen Rahmenbedingungen des elektronischen Rechtsverkehrs und über das besondere elektronische Behördenpostfach (kurz ERVV) mit kleinen Änderungen zugestimmt. Der Bundesrat ist dabei den Empfehlungen von Rechts- und Innenausschuss gefolgt (Beschluss des Bundesrates).

Eine der Änderungen betrifft die Verlängerung der Übergangsfrist für die „Durchsuchbarkeit“ von elektronischen Dokumenten, die nun erst ab dem 01.07.2019 zur Pflicht wird, so dass der Anwaltschaft noch genügend Zeit verbleibt, sich mit der erforderlichen OCR-Software und leistungsfähigen Scannern auszustatten. Weitere Informationen über OCR-Texterkennungs-Software sowie effiziente Scannprozesse erhalten Sie hier.

Die Rechtsverordnung wird noch im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt zum 01.01.2018 in Kraft. Sie enthält erstmals einheitliche technische Rahmenbedingungen für die Übermittlung elektronischer Dokumente an die Zivil-, Familien-, Arbeits-, Sozial-, Verwaltungs- und Finanzgerichte der Länder und des Bundes. Als Dateiformat ist PDF zugelassen, für Bilder TIFF.

RA-MICRO hat aktuell folgenden Planungsstand zur beA-Nutzung mit RA-MICRO ab 2018:

Die Ende 2017 bzw. Anfang 2018 erfolgende Auslieferung der RA-MICRO Jahresversion 2018 wird auch die den Softwareherstellern von der BRAK zur Verfügung gestellte beA-Schnittstellensoftware beinhalten. Diese ermöglicht das automatisierte Senden und Empfangen von elektronischen Dokumenten über das beA aus der RA-MICRO Kanzleisoftware.

  1. Der RA-MICRO E-Workflow wird durch automatisierte Programmfunktionen zum Senden und Empfangen von beA-Nachrichten über diese BRAK-Schnittstelle erweitert.
  2. Es wird einen automatischen beA-Empfang in den E-Postfächern geben mit optionaler Durchleitung von beA-Anwalts-Postfächern in einen RA-MICRO Benutzer-Postkorb.
  3. Das beA-Senden wird in die Word-Schnittstelle aufgenommen.
  4. Der RA-MICRO E-Brief erhält eine beA-Senden-Funktion. Der RA-MICRO Postausgang erhält für die beA-Teilnehmer je ein gesondertes beA Ausgangs-Postfach, in dem
    1. Dokumente signiert werden können,
    2. signierte Dokumente mit einem zur Versendung für diesen beA-Teilnehmer berechtigenden Zertifikat versendet werden können und
    3. alle im Ausgangs-Postfach enthaltenen Dokumente mit der beA-Karte im Kartenleser versendet werden können (im Fall des Versands mit beA-Karte entfällt das Erfordernis der Signatur der Dokumente).
  5. Das RA-MICRO Adressfenster erhält eine Erweiterung für beA-Adressdaten.
  6. Die bisherige manuelle beA-Schnittstelle über Upload-/Download-Ordner zur beA-Weboberfläche bleibt daneben erhalten.

Für die rationalisierende Nutzung des beA sind folgende Maßnahmen erforderlich oder empfehlenswert, diese sollten vorbereitend bereits 2017 erfolgen:

  1. beA-Softwarezertifikate sollten für die anwaltlichen beA-Teilnehmer und soweit organisatorisch zweckmäßig auch für Mitarbeiter und nicht-anwaltliche Vertreter im beA-Webzugang eingerichtet werden. Die Software-Zertifikate sind einstweilen lokal auf einem PC abzuspeichern. In RA-MICRO wird eine Zertifikatsverwaltung für die RA-MICRO Benutzer enthalten sein, so dass die Zertifikate der beA-Benutzer im E-Workflow automatisch einbezogen werden können. Für den automatisierten Abruf von beA-Nachrichten ist ein Zertifikat je beA-Postfach erforderlich.
  2. Der RA-MICRO Posteingang ist in Betrieb zu nehmen. Dieser ist die zentrale Komponente des RA-MICRO E-Workflow-Rationalisierungskonzeptes. ALLE elektronischen Dokumenteneingänge müssen an einer zentralen Stelle bearbeitet und in den Kanzlei-Arbeitsablauf eingefügt und insbesondere Akten zugeordnet werden. Die Grundregel von RA-MICRO ist, dass es keine Dokumente im RA-MICRO E-Workflow geben darf, die keiner Aktennummer zugeordnet sind. Dokumente, die nicht zu anwaltlichen Angelegenheiten gehören, sind Sammel-Akten zuzuordnen. Diese zwingend erforderliche Verknüpfung ALLER elektronischen Dokumente mit Aktennummern muss notwendigerweise zu Beginn jeder Bearbeitung von elektronischen Dokumenten in der Anwaltskanzlei stehen!
  3. Die RA-MICRO E-Mail-Konten-Verwaltung ist in Betrieb zu nehmen. E-Mail-Konten der Kanzlei, die nach außen als E-Mail-Adressen genutzt werden, sind dort anzulegen. Nach außen angegebene Kanzlei-E-Mail-Konten sind im Posteingang/Quellen einzutragen. Gehen E-Mails auf anderen E-Mail-Konten ein, insbesondere direkt bei Anwälten, so sind diese grundsätzlich an das hier eingestellte Kanzlei-E-Mail-Konto weiterzuleiten zwecks Einspeisung in den E-Workflow. Alternativ zu diesem Weg kann ein E-Mail-Konto auch direkt einem Postkorb zugeordnet und dort empfangene Dokumente unter Zuordnung der Aktennummer in den E-Workflow übernommen werden.
  4. Es sollte geprüft werden, ob ausnahmslos alle Sendungen nach außen in die E-Akte gespeichert werden bzw. sollte dies organisatorisch sichergestellt werden.
  5. Empfehlung: Der RA-MICRO E-Brief ist in Betrieb zu nehmen für den elektronischen Versand von Dokumenten und E-Mails an Dritte. Dafür ist lediglich die Speicherung eines E-Brief-Briefkopfes im HTML-Format erforderlich, der mit dem Programm Kanzlei/Briefköpfe/Briefköpfe E-Brief hergestellt werden kann. Der E-Brief wird eine „Senden an beA“-Funktion erhalten, so dass mit dem Kanzlei-Briefkopf an beA-Empfänger versandt werden kann. Der RA-MICRO E-Brief hat 2017 eine sehr komfortable „Rotzettel-Funktion“ erhalten (für standardisierte Kurzbriefe).
  6. Empfehlung: Nutzer sollten in der Kanzlei das Senden und Empfangen von beA-Nachrichten mit RA-MICRO mit der jetzigen händischen RA-MICRO Upload/Download-Schnittstelle mit der beA-Karte und mit Softwarezertifikaten üben.

beA-Ausblick / -Probleme:

Weitere funktionale Erweiterungen zum beA sind in RA-MICRO vorgesehen, diese werden je nach Entwicklungsstand des beA-Projektes ab 2018 realisiert, etwa die praxiswichtige Zustellung von Anwalt zu Anwalt. Manches steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest, so auch die Frage des im Gesetzgebungsverfahren befindlichen zwingenden Erfordernisses der Durchsuchbarkeit von PDF-Dokumenten, die alle Kanzleien zur Anschaffung und zum Betrieb von OCR-Texterkennungssoftware am beA-Postausgang zwingen würde. Der aktuelle Entwicklungsstand des beA erlaubt nicht den Test der beA-Schnittstelle der BRAK im Echtbetrieb, so dass die Mitglieder des Verbands der deutschen Anwaltssoftwarehersteller auf ihrer jüngsten Sitzung der BRAK ihren Standpunkt übermittelt haben, dass derzeit eine praxistaugliche und sichere Anbindung der BRAK-Schnittstelle zum 1.1.2018 kaum möglich erscheint.

Vom 20. bis 22. September 2017 fand der 26. Deutsche EDV-Gerichtstag in Saarbrücken unter dem Motto „Recht 4.0  vom elektronischen Rechtsverkehr zur digitalen Justiz“ an der Universität des Saarlandes statt. Hier konnten sich die über 700 Teilnehmer über die aktuellen Entwicklungen zur digitalen Justiz informieren die – wie bereits in den Anwaltskanzleien zu beobachten – zu erheblichen Veränderungen führen wird.

Dass zu einer digitalen Justiz mehr als die digitale Kommunikation gehört, zeigten die Aussteller auf der begleitenden Fachmesse. Neben diversen IT-Lösungen für die Justiz- und Behördenverwaltungen (etwa eine ergonomische digitale Gerichts- und Verwaltungsakte) präsentierten sich auch die Landesjustizministerien mit ihren neuen digitalen Projekten und Lösungen.

Aktueller Stand zum beA, beN und beBPo

Im Arbeitskreis „Die besonderen Elektronischen Postfächer – mit Exkurs zum ERV in Österreich“ wurden aktuelle Entwicklungen bei beA, beN und beBPo präsentiert. Laut BRAK gibt es bis dato mehr als 100.000 Bestellungen von beA-Karten; etwa 30.000 Rechtsanwälte haben sich beim beA registriert. Den Softwareanbietern stellt die BRAK eine beA-Schnittstelle bereit. Selbstverständlich wird RA-MICRO seinen Kunden rechtzeitig eine komfortable Nutzung des beA aus der Kanzleisoftware heraus anbieten.

Beim beN wurde die EGVP-Postfachimmigration der Notarpostfächer erfolgreich abgeschlossen, die Übertragung über das beN kann ab dem 1. Januar 2018 wie gesetzlich vorgeschrieben erfolgen. Auch RA-MICRO bietet die beN-Nutzung direkt aus der RA-MICRO Software heraus an (im Modul „Notariat“).

Der EDV-Gerichtstag ist ein hochrangiges Event

Das besondere elektronische Behördenpostfach (beBPo) soll zum 1. Januar 2018 für die elektronische Kommunikation mit Behörden sowie Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts eingeführt werden. Zwar gibt es, anders als bei beA und beN, keine gesetzliche Verpflichtung. Die Justiz empfiehlt die Verwendung des beBPo aber ausdrücklich, da es alle fachlichen Anforderungen abbildet und die Anbringung einer qualifizierten elektronischen Signatur entbehrlich macht.

Stetig wachsende Besucherzahlen, namhafte Gäste aus Wissenschaft und Politik und aktuell brisante Themen machen den EDV-Gerichtstag inzwischen zu einer hochrangigen Veranstaltung im Themenfeld des elektronischen Rechtsverkehrs. 2018 findet der EDV-Gerichtstag vom 19. bis zum 21. September mit dem Schwerpunkt „Künstliche Intelligenz und Legal Tech“ statt, wie immer in Saarbrücken. Weitere Informationen erhalten Sie direkt hier.

Das BMJV hat einen Verordnungs-Entwurf über die technischen Rahmenbedingungen des elektronischen Rechtsverkehrs und über das besondere elektronische Behördenpostfach vorgelegt. Die Verordnung sieht erstmals einheitliche technische Rahmenbedingungen für die Übermittlung elektronischer Dokumente an die Zivil-, Familien-, Arbeits-, Sozial-, Verwaltungs- und Finanzgerichte der Länder und des Bundes vor.

Unter anderem sollen

  • elektronische Dokumente grundsätzlich im Format PDF oder – wenn bildliche Darstellungen im Dateiformat PDF nicht verlustfrei wiedergegeben werden können – im Dateiformat TIFF übermittelt werden (§ 2 Abs. 1) und
  • ein strukturierter maschinenlesbarer Datensatz im Dateiformat XML beigefügt werden (§ 2 Abs. 2).

Die sog. Containersignatur, mit der mehrere elektronische Dokumente mit einer gemeinsamen qualifizierten elektronischen Signatur versehen werden können, ist ausgeschlossen (§ 4 Abs. 2). Der BGH hatte die Containersignatur zuvor als zulässig angesehen (BGH, Beschluss v. 14.05.2013, VI ZB 7/13).

Regelungen über das besondere elektronische Behördenpostfach sind ebenfalls Bestandteil der Verordnung.

Die Verordnung soll zum 01.01.2018 in Kraft treten.

Den Referentenentwurf nebst Begründung können Sie hier nachlesen.