RA-MICRO Kanzlei-Jobbörse
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Zunehmend werden vom Rechtsanwalt und von den Kanzleiangestellten Mobilität und Flexibilität erwartet. Der Anwalt mit dem Laptop ist heute gängiges Berufsbild. Meist kommen noch Handy, Organizer und andere Mobilgeräte ins Spiel, wodurch in der Praxis - ohne einen permanenten mobilen Zugriff auf die zentralen Daten in der Kanzlei - ein erheblicher Synchronisationsaufwand mit dem Kanzleinetzwerk entsteht. Dieser Aufwand lässt sich vermindern und die Arbeit deutlich effizienter gestalten, wenn der mobile Anwalt oder Mitarbeiter auch von unterwegs bzw. vom Heimarbeitsplatz aus direkt auf die Programme und Daten in der Kanzlei zugreifen kann.
Eine solche Lösung lässt sich heutzutage relativ leicht einrichten und noch leichter nutzen. Erforderlich ist eine Verbindung über ein sogenanntes virtual private network (VPN) in Kombination mit dem gängigen Internet-Sicherheitsprotokoll HTTPS. Zum besseren Verständnis stelle man sich z.B. eine Situation vor, in der zwei Personen über das öffentliche Telefonnetz miteinander in einer privaten Geheimsprache, die nur diese beiden verstehen, Informationen austauschen. Kein Dritter hätte dann Zugriff auf ihre "Daten".
Die "private Geheimsprache" dieses Beispiels entspräche technisch dem privaten Netzwerk-Protokoll des VPN, mit dessen Hilfe Daten über das ebenfalls öffentliche Internet verschlüsselt transportiert bzw. fachsprachlich "getunnelt" werden. Die Übersetzung in diese und aus dieser "Geheimsprache" übernimmt eine spezielle VPN-Software, der Anwender bleibt hiervon völlig unbeeinträchtigt. Im Ergebnis startet der Anwender unterwegs wie in der Kanzlei einfach sein ra-micro durch Klick auf das entsprechende Desktop-Icon und arbeitet damit, als befände er sich in der Kanzlei.
Bislang war es üblich, dass auf beiden Seiten einer VPN-Verbindung eine Software installiert, aufwändig eingerichtet und administriert werden musste. Durch Einbeziehung des Browsers und des sicheren Internet-Protokolls HTTPS, das auch für Online-Banking verwendet wird, kann man diesen Aufwand technisch deutlich verringern. Hierzu dient z.B. das Gerät Netgear SRXN3205 ProSafe Dualband Wireless-N VPN Firewall, das wir zur Anschaffung für das Kanzleinetzwerk empfehlen. An der "Gegenstelle", also z.B. dem Laptop des Anwalts, muss dann nur einmalig eine Netgear-Browsersoftware installiert werden (eine ActiveX-Komponente). Das unten beschriebene Procedere hierzu muss nur beim ersten Aufruf durchlaufen werden. Um später eine SSL-VPN Verbindung zum Kanzleinetzwerk herzustellen, ist dann praktisch nurmehr der Aufruf einer bestimmten Internetseite erforderlich und die Legitimation durch Benutzername und Passwort. Bei dieser Internetseite handelt es sich um die Anmeldeseite des Netgear-Geräts in der Kanzlei.
1. Voraussetzung ist, dass das Netgear-Gerät zunächst von einem ra-micro Vor-Ort-Partner sachgerecht im Kanzleinetzwerk installiert und eingerichtet wird. Eine Liste der Vor-Ort-Partner finden Sie auf dieser Webseite unter "Für Interessenten", "Vertriebsorganisation". Jeder VPN-Teilnehmer erhält seine persönlichen Zugangsdaten. Weitere Voraussetzung am mobilen Arbeitsplatz ist eine schnelle Internet-Verbindung, z.B. über DSL oder UMTS. Günstige Anbieter findet man u.a. unter www.dsl--flatrate.de.
2. Am mobilen Arbeitsplatz muss im Browser - vorzugsweise dem Internet Explorer - eine bestimmte IP-Adresse aufgerufen werden. Es handelt sich um die Internet-Adresse des Netgear-Geräts in der Kanzlei. Sofern im Browser die passenden Sicherheitseinstellungen bereits gewählt sind, wird die Anmeldeseite des Netgear-Geräts angezeigt, hier sind Benutzername und Passwort einzugeben.
In der Regel wird jedoch zunächst eine Windows-Sicherheitswarnung erfolgen. Das Laden der Webseite muss fortgesetzt werden. Anschließend erscheint die Anmeldeseite von Netgear (unten links).


3. Nach erfolgreicher Authentifizierung (oben rechts) müssen vor dem ersten Aufruf der VPN-Verbindung im Browser einmalig entsprechende Sicherheitseinstellungen (unten) gewählt werden. Im Internet-Explorer muss unter "Extras", Karteikarte "Sicherheit", "Stufe anpassen" die Einstellung zu "Unsignierte ActiveX-Steuerelemente herunterladen" auf "Bestätigen" gesetzt werden. Standardmäßig ist diese Einstellung auf "Deaktivieren" gesetzt, was die Installation des VPN-Clients verhindern würde.


4. Wird nun auf der Netgear-Internetseite auf "Connect using VPN Tunnel" geklickt, kann die erforderliche ActiveX-Komponente heruntergeladen und installiert werden. Hierzu sind ggf. weitere Sicherheitsabfragen entsprechend zu beantworten, im übrigen geschieht dies automatisch. Anschließend sollten die oben dargestellten Sicherheitseinstellungen im Internet Explorer wieder zurückgesetzt , d.h. der Download unsignierter ActiveX-Steuerelemente sollte aus Sicherheitsgründen wieder deaktiviert werden.
Die SSL-VPN-Verbindung wird anschließend sofort hergestellt, die bestehende Verbindung wird durch ein entsprechendes Icon unten rechts in der Windows-Taskleiste angezeigt.
Hinweis: Der Browser darf während der Arbeit im Kanzleinetzwerk nicht geschlossen werden, da sonst die VPN-Verbindung abbricht.
Siehe hierzu auch die folgenden Beiträge in der ra-micro Rafa-Z Beilage 06/2009:
"Netzwerk und Datensicherung ohne Server"
"ra-micro und DictaNet außerhalb der Kanzlei nutzen, Teil I"
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ra-micro Rafa-Z TV - Externe Arbeitsplätze, Teil II
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ra-micro E-TV Beitrag: Arbeitsplatz-Virtualisierung
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ra-micro E-TV Beitrag: die ra-micro Musterkanzlei
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T. Mirke, RA-MICRO Software GmbH
Letzte Änderung: 07.09.2010