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26.01.2012
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AUS PDF-DATEIEN SCHNELL WORD-DOKUMENTE MACHEN UND BEARBEITEN

Oft erhält man PDF-Dokumente z. B. per E-Mail, die man gerne weiterbearbeiten würde. Doch dies ist selbst mit der (relativ teuren) Adobe Acrobat Vollversion nur eingeschränkt möglich. Eine Rückwandlung in das meist mit Microsoft Word erstellte Ausgangsdokument brachte bislang nur wenig brauchbare Ergebnisse. Das Programm Nitro PDF (http://www.nitropdf.com/professional/) bringt in der neuen Version 6 für 32- und 64-Bit-Systeme in unserem Test unter Windows 7 dagegen erstaunlich gute Ergebnisse, auch bei anspruchsvollerem Layout.

Selbst Schattierungen, Rahmen, platzierte Grafiken, Textfelder, Hintergründe, Tabellen und ähnliche Besonderheiten in einem Text werden mit Nitro PDF weit überwiegend korrekt rück-konvertiert, wobei als Zielformat neben dem Word-Format "doc" beispielsweise auch "Rich Text" (rtf) zur Verfügung steht - um den Text z. B. in der RA-MICRO Kanzleitextverarbeitung weiter zu bearbeiten.

Ein kaum vermeidbares Manko besteht darin, dass auf dem jeweiligen Rechner fehlende, im PDF-Dokument aber eingebundene Schriftarten im Konvertierungsverlauf einfach durch "Times New Roman" ersetzt werden. Falls es hierauf ankommt, wäre zunächst die Beschaffung der betreffenden Schrift anzuraten. Einschränkungen gibt es auch bei Kopf- und Fußzeilen: Da es dies betreffende Informationen im PDF-Format nicht gibt, kann das Konvertierungsprogramm nur "raten", um was es sich handelt und stellt diese Textabschnitte als frei positionierbare Textfelder dar. Auch Formatvorlagen-Zuweisungen und andere word-typische Informationen kann ein Konvertierungsprogramm nicht wiedergewinnen, da diese im PDF nicht gespeichert werden.

Wer eine schnörkellose Übersetzung wünscht, kann "Plain Text" wählen und erhält puren Text ohne Formatierungen und Grafiken. Die Konvertierung in das Excel-Format macht nur dann einen Sinn, wenn es sich um Tabellen handelt, die sich in diesem Programm darstellen lassen - andere Inhalte gehen dabei verloren. Ferner lassen sich mit "Extract Images" alle Grafiken eines PDF-Dokuments herauskopieren; diese werden als Einzelgrafiken im jpg-Format und ohne sichtbaren Qualitätsverlust ins Zielverzeichnis gespeichert.

Die Anwendung ist sehr einfach: Aus der Multifunktionsleiste, wie sie mittlerweile in allen Office-Anwendungen üblich ist, ist das Zielformat zu wählen und über "Add Files" können PDF-Dokumente für die Konvertierung selektiert werden, welche dann auch im Stapel möglich ist. Die Ergebnisdateien speichert das Programm standardmäßig in das Verzeichnis, aus dem man zuletzt eine Datei für den Konvertierungsvorgang selektiert hat.

Nitro PDF lässt sich auch zum Erzeugen von PDF-Dokumenten verwenden und verfügt hierzu ebenfalls über die Möglichkeit, mehrere ausgewählte Dokumente im Stapel zu wandeln. In der Praxis wird man hierzu jedoch eher die sehr einfache Word-Möglichkeit bei "Speichern unter", "Dateityp"´, "PDF" verwenden. Die Software bietet aber den unschätzbaren Vorteil, dass sensible PDF-Dokumente beim Erzeugen zertifiziert und passwort-geschützt werden können. Ferner lässt sich festlegen, ob Veränderungen am Dokument gestattet werden, ob ein Druck erlaubt sein soll und vieles mehr.

Ferner kann Nitro PDF den Acrobat Reader ersetzen und als Standard-Viewer von PDF-Dokumenten verwendet werden. Die neue Version 6 (englischsprachig, die deutsche soll in Kürze erscheinen) läuft auf 32- und 64-Bit-Systemen und kostet 99 $.

Herstellerseite

Thomas Mirke, RA-MICRO Software GmbH

Letzte Änderung: 25.01.2012