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26.01.2012
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CCLEANER hält den PC sauber

CCleaner

CCleaner wird mittlerweile in der Version 3.0 angeboten und ist eine kostenlose Sammlung äußerst nützlicher Hilfsprogramme unter einer gemeinsamen, leicht verständlichen Oberfläche. Das Programm entfernt Überflüssiges wie alte URLs, temporäre Dateien und Cookies, leert den Windows-Papierkorb, löscht die Windows-Zwischenablage, alte Datenfragmente und Logdateien und vieles mehr. Außerdem kann man die Windows Registry-Datei von unnötigen Einträgen säubern und installierte Programme und Erweiterungen entfernen und dadurch Windows beschleunigen. Zur Wiederherstellung lässt sich ein Backup anlegen.

Dateien endgültig löschen

Ein besonderer Knüller ist der "Festplatten-Wiper" unter "Extras". Für gewöhnlich beschränkt sich ein Löschvorgang unter Windows auf das Entfernen eines Verweises aus dem Datei-Verzeichnis des Betriebssystems, der sogenannten file allocation table (FAT). Mit einem der vielen, kostenlos erhältlichen "recovery tools" kann dieser Eintrag dann schnell wieder hergestellt werden und eigentlich gelöschte Dateien sind wieder da. So manchem Politiker ist dies bereits zum Verhängnis geworden ... Der "Festplatten-Wiper" ermöglicht ein gründliches "Neutralisieren" gelöschter Daten oder gesamter Festplatten, so dass ein Wiederherstellen nahezu auszuschließen ist. Zur Verfügung stehen Löschmethoden nach "DOD 5220.22-M"(Standard des US-Verteidigungsministeriums), NSA (Methode der US National Security Agency) oder nach Gutmann. Wir empfehlen, alle Festplatten monatlich mit der Einstellung "nur freier Speicher" zu "wipen".

Niemand sollte sich allerdings der Illusion hingeben, dass mit irgendeiner Software Daten auf Festplatten wirklich "geheimdienstsicher" entfernt werden können. Mit gewissem Aufwand lassen sich Daten z. B. mit Magnetkraftmikroskopen rekonstruieren, was einen lehrt, dass die einzig absolut sichere Datenlöschung diejenige mit einem Vorschlaghammer auf die Festplatte und anschließendem gründlichen Vernichten der Fragmente darstellt.

Einfache Installation

CCleaner wird von der britischen Firma Piriform als Freeware angeboten, ist somit kostenlos von der Webseite www.ccleaner.com erhältlich. Das 2,6 MB kleine Programm erkennt automatisch die Sprache des Betriebssystems und ist komplett deutsch übersetzt. Bei der Installation sollte man nicht allem zustimmen. Wer z. B. den Eintrag des Programms in der Yahoo-Toolbar nicht möchte, muss dies extra abwählen. Auch in die Kontextmenüs des Betriebssystems klinkt sich das Programm ein, auch dies muss explizit abgewählt werden.

Nach dem Start öffnet sich zunächst der "Säuberungsbereich", der Bereich "Cleaner". Wer vor dem Löschen mal nachsehen will, wieviel das Programm bereits in der Standard-Konfiguration findet, wird über das Ergebnis erstaunt sein. Das können gut und gerne mal eben 50 MB "unnützer" Dateien sein. Besonders hervorzuheben ist, dass das Programm nicht nur die "Datenreste" des Betriebssystems entfernt, sondern auch temporäre Dateien verschiedener anderer installierter Programme, von denen man nicht erwarten würde, dass auch sie solche "Reste" hinterlassen, wie z.B. das Malprogramm Paint oder Textprogramm Wordpad.

Registry säubern und Programme gründlich deinstallieren

Der CCleaner-Bereich "Registry" betrifft sozusagen das Herz des Computers. Gefahrlos kann man vorab nach Fehlern suchen und wird auch hier erstaunt sein, was das Programm so alles findet. Bei jedem Änderungswunsch wird eine Sicherung der Registry vorgeschlagen.

In den Extras lassen sich Programme deinstallieren und das Autostart-Menü editieren, was zwar ebenso über die Systemsteuerung des Betriebssystems möglich wäre, im CCleaner aber übersichtlicher ist und schneller geht.

Der CCleaner löscht in der Standardeinstellung auch den JAVA Webstart Cache und damit auch die dort abgelegten Dateien des EGVP. Auch wird es nicht in jedem Fall gewünscht sein, pauschal alle Cookies zu löschen, da anschließend im Browser alle Zugangsdaten per Hand neu eingegeben werden müssen. D.h. beim Einsatz ist genau darauf zu achten welche Optionen Sie im einzelnen setzen, bevor Sie auf "Starte CCleaner" klicken und den Reinigungsvorgang auslösen.

Empfohlene Einstellungen

Zu empfehlen ist, in den Einstellungen des CCleaners das "automatische Reinigen beim Bootvorgang" zu wählen und hier als Methode das "sichere Löschen" nach einer der drei o.g. Methoden. Bei jedem PC-Start werden dann nicht benötigte Daten gründlich entfernt, was zur Stabilität des Betriebssystems beiträgt. Der kleine Wermutstropfen, dass dann der PC-Start etwas länger dauert, ist gegenüber dem Plus an Sicherheit zu verschmerzen.

Empfehlenswert ist auch die Option "Füge 'Starte CCleaner' zum Papierkorb-Kontextmenü hinzu". Bekanntlich werden gelöschte Daten zunächst im Windows-Papierkorb nur zwischengelagert und müssen dort über das Kontextmenü mit "Papierkorb leeren" zusätzlich entfernt werden. Besser ist aber die Funktion "Starte CCleaner", um die Daten gleich gründlich zu überschreiben und damit wirklich zu vernichten.

Nützlich ist auch die Möglichkeit, in den "Einstellungen" über "Benutzerdefiniert" einen besonderen Ordner festzulegen, der bei jedem Start des CCleaners - und bei den genannten Einstellungen somit bei jedem Start des PCs - zu leeren ist. Eventuell in einer Computersitzung anfallende vertrauliche Dateien, die nur in dieser Sitzung benötigt werden, speichert man dann einfach in diesen Ordner. CCleaner sorgt dann automatisch dafür, dass die Daten - spätestens beim nächsten Start - gründlich gelöscht werden.

RA-MICRO mediathek: CCleaner

Thomas Mirke, RA-MICRO Software GmbH

letzte Änderung: 25.01.2012